Gewaltwelle gegen Moschee in Belgrad

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BELGRAD, 19. Juni 2001 (ZENIT.org).- Seit dem 13. April wird die einzige Moschee Belgrads, "Bajrakli", die eine über 400-jährige Geschichte aufweist, von einer Welle der Gewalt heimgesucht. Das teilte die Nachrichtenagentur Keston mit, eine Organisation, die Studien über Religionsfreiheit betreibt Keston Institue.



Man hat historische Monumente und Autos der Führungspersönlichkeiten der Moschee zerstört, den Mufti von Belgrad bedroht und muslimische Gräber auf dem Borca-Friedhof geschändet.

Der serbische Religionsminister hat am 13. Juni eine Erklärung abgegeben, in der es heißt, dass es sich um vom Gesetz verbotene und völlig der religiösen und ethischen Toleranz entgegengesetzte Akte handle in einer Gesellschaft, wo die Religionen seit Jahrhunderten friedlich zusammenleben.

In den letzten Monaten wurden auch antisemitische Ausschreitungen in Gebäuden der jüdischen Gemeinde sowie in der Synagoge und andere vandalische Akte registriert, wie zum Beispiel das Zerstören von Fenstern der Baptistenkirche von Belgrad und Nazigraffitis an den Wänden der Kunstgalerie, in der eine Ausstellung über die Zigeunerkommunität von Belgrad beherbergt wird. Die Polizei war nicht imstande, die Täter dieser Ausschreitungen ausfindig zu machen.