Gib uns Frieden und Religionsfreiheit im Mittleren Osten

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 294 klicks

Als Zeichen der „kirchlichen Communio“ zelebrierte Papst Franziskus die heutige Messe in Santa Marta gemeinsam mit dem Patriarchen der koptischen Katholiken von Alexandrien, Ibrahim Isaac Sidrak. Der Pontifex unterstrich seine Nähe zu den Christen in Ägypten, die Unsicherheit und Gewalt erdulden müssten. Er sprach sich für Religionsfreiheit im gesamten Mittleren Osten aus. In seiner Predigt richtete sich Papst Franziskus an die koptischen Gläubigen, indem er sich auf die Worte des Propheten Jesaja bezog.

„Wir ermutigen die Christen in eurem geliebten Land Ägypten, das aufgrund des christlichen Glaubens unter Unsicherheit und Gewalt leidet. Mut, habt keine Angst! Das sind die tröstenden Worte an diejenigen, die in der brüderlichen Solidarität Bestätigung finden. Ich bin Gott dankbar für diese Begegnung, die mir die Möglichkeit gibt, unsere Hoffnung zu bestärken, die die gleiche ist.“

Er führte ferner aus:

„Beten wir mit Vertrauen, dass das Heilige Land und der gesamte Mittlere Osten sich in Frieden immer wieder von den dramatischen Erlebnissen wiederaufrichten können. Mögen hingegen Feindschaft und Trennungen für immer enden. Mögen die Verantwortlichen die Initiativen für den Frieden wiederaufnehmen, die oft durch entgegengesetzte Intentionen blockiert werden. Mögen endlich wirkliche Garantien für Religionsfreiheit geschaffen werden, gemeinsam mit einem Recht für Christen, dort leben zu können, wo sie geboren werden, in der Heimat, die sie lieben.“

Der Pontifex erinnerte daran, dass Jesus mit seiner Familie in das großzügige Land Ägypten geflohen sei.

„Und schreiten wir immer weiter voran auf der Suche nach dem Herrn, nach neuen Wegen, neuen Straßen, um uns dem Herrn  zu nähern. Und wenn es nötig wäre, ein Loch im Dach zu öffnen, um sich dem Herrn zu nähern, damit unsere kreative Vorstellunghierhin bringt: Wege der Begegnung, der Brüderlichkeit und des Friedens zu finden und zu bauen.“

Der Patriarch schloss sich den Worten des Papstes an und bat um die Gabe des Friedens. Er sagte:

„Möge das Licht der heiligen Weihnacht der Stern sein, der den Weg der Liebe, der Gemeinschaft, der Wiedervereinigung und des Friedens weist, gib, was mein Land so sehr braucht. Wir bitten um Ihren Segen, Heiliger Vater, und erwarten Sie in Ägypten.“