Glaube und Hoffnung als Heilmittel gegen Krisen des Menschen

Polen: Heute Beginn des 41. Treffen der Sekretäre der Bischofskonferenzen Europas

Sankt Gallen, (CCEE) | 479 klicks

Heute Nachmittag beginnt das 41. Treffen der Sekretäre der Bischofskonferenzen Europas. Das Treffen, das auf Einladung des Präsidenten der Polnischen Bischofskonferenz und Vizepräsidenten des CCEE, Monsignor Józef Michalik, in Warschau ausgerichtet wird, soll eine Gelegenheit sein, um sich gegenseitig über die heutige Lage des europäischen Kontinents und über das Thema der christlichen Verkündigung im Jahre des Glaubens auszutauschen. Im Laufe der vier Arbeitstage werden die Sekretäre der Bischofskonferenzen Europas das Thema der Mission der Kirche angesichts des postsynodalen Schreibens „Ecclesia in Europa“ (28. Juni 2003) vertiefen.

Bis kommenden Sonntag, den 30. Juni 2013, werden die Sekretäre der 33 Bischofskonferenzen Europas im Zentrum der polnischen Caritas (Ul. Okopowa 55) über die Licht- und Schattenseiten der heutigen Krise in Europa diskutieren, die auch die Kirche mit der Verkündigung des Evangeliums betrifft.

„Wir müssen zeigen, dass wie der selige Johannes Paul II. seinerin ‚Ecclesia in Europa‘ schrieb, Jesus Christus auch heute noch eine Hoffnungsquelle für den Menschen und Europa sein kann“, so Monsignor Duarte da Cunha, Generalsekretär des CCEE. „Viele Menschen denken heute, ohne Glauben leben zu können. Das ist zumindest das, was unsere säkularisierte Gesellschaft uns glauben macht. Doch keiner denkt, dass wir ohne Hoffnung leben können! Es ist fast unmöglich, sich eine hoffnungslose Welt oder ein hoffnungsloses Leben vorzustellen. Die Verkündigung des Glaubens in Jesus Christus, die im Mittelpunkt der Neuevangelisierung steht, ist auch eine Hoffnungsquelle für unsere Welt. Glaube und Hoffnung sind eng miteinander verbunden. Der Mensch muss entscheiden, in wen oder auf was er seine Hoffnung setzt: Möchte er lieber an einen technisch-rechtlichen Ansatz zur Wirtschaft glauben, der nicht imstande ist, eine lebendige Menschengesellschaft zu begründen, oder lieber an die selbstlose Liebe, als Gabe der Hoffnung, die in Jesus steckt und alle nationalen und persönlichen Selbstsüchte überwindet, die die anderen als Freunde und nicht als Gegner empfängt und jedem Leben seine eigene Würde verleiht? Mit ihren zahlreichen Initiativen, die wahre Anzeichen von Hoffnung sind, versucht die Kirche, Jesus Christus sichtbar zu machen und zu zeigen, dass es heute noch möglich ist, ihn zu finden“.

Der Sekretär der Bischofskonferenzen Asiens (FABC), P. Raymond O’ Toole, und der Sekretär der Versammlung der katholischen Bischöfe im Heiligen Land, P. Pietro Felet, werden ebenfalls dem Treffen beiwohnen. Beide Gäste werden über die Lage der Christen in ihren jeweiligen Gebieten berichten.

Das Treffen schließt am 30. Juni 2013 mit einer Heiligen Messe in der Kathedrale der polnischen Hauptstadt.