Glück und Friede sind Folgen des inneren Kampfes, sagt der Papst am 1. Fastensonntag

Generalaudienz: Erzbischof Sandri verliest Worte des Heiligen Vaters

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ROM, 14. Februar 2005 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Worte, die Erzbischof Leonardo Sandri, Staatssekretärstellvertreter des Heiligen Stuhls, im Namen von Johannes Paul II. am 1. Fastensonntag vor und nach dem Angelusgebet verlesen hat. Zuvor begrüßte der Heilige Vater alle Gläubigen auf dem Petersplatz.



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Liebe Schwestern und Brüder!

1. Wir befinden uns an diesem Ort, um Gott zu loben. Euch und allen, die jetzt mit uns über Radio oder Fernsehen verbunden sind, möchte ich zuallererst danken: für eure Nähe, eure Zuneigung und vor allem für euer Gebet während der Tage meines Krankenhausaufenthalts in der Poliklinik "Gemelli".

Immer fühle ich, wie notwendig eure Hilfe vor dem Herrn ist, damit ich die Sendung erfüllen kann, die Jesus mir anvertraut hat.

2. Am vergangenen Mittwoch haben wir mit dem Ritus des Aschenkreuzes die Fastenzeit begonnen, jene liturgische Zeit, die uns jedes Jahr an eine fundamentale Wahrheit erinnert: Wir treten nicht in das ewige Leben ein, ohne vereint mit Christus unser Kreuz zu tragen. Man erreicht nicht Glück und Frieden, ohne mit Mut den inneren Kampf anzugehen. Es ist ein Kampf, den man mit den Waffen der Buße gewinnt: dem Gebet, dem Fasten und den Werken der Barmherzigkeit. Aber all das soll im Verborgenen gelebt werden, ohne Heuchelei, im Geist einer aufrichtigen Liebe zu Gott und den Schwestern und Brüdern.

3. Heute Nachmittag beginne ich zusammen mit meinen Mitarbeitern der Kurie wie jedes Jahr die geistlichen Exerzitien. In Stille und Sammlung werde ich den alle Nöte der Kirche und der Welt vor den Herrn tragen. Auch euch bitte ich, liebe Schwestern und Brüder, dass ihr mich mit eurem Gebet begleitet.

Die allerseligste Jungfrau Maria, die inmitten ihrer alltäglichen Sorgen Denken und Herz unablässig auf das Geheimnis ihres Sohnes gerichtet hat, möge uns helfen, damit wir die Fastenzeit in einer fruchtbaren Weise leben.

[Nach dem Gebet des "Engel des Herrn", sagte Msgr. Sandri im Namen des Papstes:]

Während ich weiter für den Frieden im Mittleren Osten bete, möchte ich einen dringenden Appell zur Freilassung der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena und aller Geiseln im Irak aussprechen.

[Anschließend verlas der Erzbischof auf italienischer, polnischer, englischer, französischer und spanischer Sprache die Grüße des Heiligen Vaters an die Pilger aus aller Welt. Zu den englischsprachigen Gläubigen sagte er:]

Ich grüße alle englischsprachigen Pilger, unter denen sich auch die Mitglieder der Schola Cantorum der Londoner Cardinal Vaughan Memorial School befinden. Gott segne euch und eure Familien!

[Übersetzung des italienischen Originals durch Zenit]