Glückwünsche von Papst Franziskus zum Ende des Ramadan

Erziehung zu gegenseitigem Respekt

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 1222 klicks

Papst Franziskus richtete heute seine Glückwünsche zur Feier des „Id al-Fitr“, dem Ende des Ramadan, aus. Zum ersten Mal hatte der Papst selbst das Schreiben unterzeichnet, das bisher immer vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog unterschrieben wurde, als Ausdruck seiner „Wertschätzung und Freundschaft für alle Muslime, vor allem die religiösen Oberhäupter“, wie Papst Franziskus in dem Schreiben verlauten ließ.

Besonders sei ihm in diesem Jahr an dem Thema der Förderung des gegenseitigen Respekts durch die Erziehung gelegen. Respekt bedeute Höflichkeit gegenüber den Menschen, für die wir Wertschätzung und Achtung hegten. Gegenseitig sei dieser nur, wenn der Respekt von beiden Seiten gleichermaßen entgegengebracht werde.

Vor allem das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die Würde, der Ruf, das Eigentum, die ethnische und kulturelle Zugehörigkeit, Ideen und politischen Ansichten verdienten Respekt, und zwar sowohl in An- als auch in Abwesenheit des anderen. Familien, Schulen, religiöse Erziehung und alle Kommunikationsmittel seien deshalb dazu aufgerufen, zu diesem Ziel beizutragen.

Respekt in den interreligiösen Beziehungen bedeute respektvollen Umgang gegenüber der Religion des anderen, ihrer Lehre, ihren Symbolen und Werten. Die Jugendlichen müssten zu gegenseitigem Respekt für die Religion des anderen erzogen werden. Nur auf diese Weise sei das Wachsen einer wahren und dauerhaften Freundschaft möglich.

Während des Empfangs des Diplomatischen Corps am 22. März 2013 hatte Papst Franziskus bereits erklärt, wie wichtig der Dialog zwischen den Religionen sei, vor allem mit dem Islam.