Gott begegnen bei der fünften Ausgabe der „Lange Nacht der Kirchen"

Ökumenische Initiative in Österreich und darüber hinaus

| 1320 klicks

WIEN, 4. Juni 2009 (ZENIT.org).- „Wir alle werden auf die eine oder andere Weise Gott begegnen, sei es im Gebet, im Gespräch oder beim Gehen." Das verspricht der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn all jenen Menschen, die morgen, Freitag, in Wien oder anderswo an der fünften Ausgabe der österreichweiten Langen Nacht der Kirchen teilnehmen werden.

Erstmals wird diese besondere Nacht, die um 18.00 Uhr beginnt und erst um 1.00 Uhr früh endet, auch in der Diözese Brünn in der Tschechischen Republik begangen werden, wie Kardinal Schönborn in seinem Grußwort zur Großveranstaltung erklärt. „Es verbreitet sich, dass es gut ist, die Türen zu öffnen und auf die Menschen zuzugehen."

Ganz im Sinn des Mottos „Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der anderen kund" (Ps 19,3) werden wie schon in den vergangenen Jahren auch diesmal wieder Zigtausende von Menschen eine oder mehrere der insgesamt 700 offenstehenden christlichen Kirchen aufsuchen. Alleine in der Bundeshauptstadt Wien können sie zwischen 1.100 verschiedenen Programmpunkten auswählen.

Kardinal Schönborn verweist in seinem Grußwort aus Anlass des aktuellen Paulusjahres zur Feier seiner Geburt vor rund 2000 Jahren auf die tiefe Christusbegegnung des Völkerapostels, die ihn dazu veranlasst habe, „immer mit seinem Gott ‚in Kontakt' zu bleiben. So schreibt er auch in zweiten Brief an Timotheus: ‚Ich danke Gott bei Tag und Nacht in meinen Gebeten.'"

In diesem Sinn sei die „Lange Nacht der Kirchen" eine Einladung, „sich in unseren vielen Kirchen auf die Suche nach dem eigenen Glauben, dem eigenen Gebetsleben, zu machen". Kardinal Schönborn wünscht allen Kirchenbesuchern die Freude darüber, geistlich beschenkt zu werden, und ermutigt alle dazu, „in den vielen Gebetsformen, die im Programm angeboten werden, die Kirche als einen Ort des Gebets" neu oder wieder neu zu entdecken.