"Gott um das Geschenk des Heiligen Geistes, des Parakleten, anrufen"

Worte des Papstes beim heutigen Regina-Caeli-Gebet

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 529 klicks

Nach der hl. Messe für die Bruderschaften auf dem Petersplatz betete der Heilige Vater Franziskus gemeinsam mit den versammelten Gläubigen und Pilgern das „Regina Caeli“-Gebet.

Zur Einführung in das österliche Mariengebet sprach der Papst folgende Worte, die wir in einer eigenen Übersetzung dokumentieren:

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[Vor dem Regina Caeli]

In diesem Moment der tiefen Gemeinschaft in Christus verspüren wir auch die geistige Gegenwart der Jungfrau Maria lebendig unter uns; eine mütterliche, familiäre Gegenwart, besonders für euch Angehörige der Bruderschaften. Die Liebe zur Gottesmutter ist eines der Merkmale der Volksfrömmigkeit, die derFörderung und Ausrichtung bedarf. Aus diesem Grund lade ich euch zu einer Betrachtung des letzten Kapitels der Dogmatischen Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“ des II. Vatikanischen Konzils ein, in der Maria im Mysterium Christi und der Kirche thematisiert wird. In dem Dokument wird hervorgehoben, dass Maria „den Pilgerweg des Glaubens“ ging (Nr. 58). Liebe Freunde, im „Jahr des Glaubens“ gebe ich euch dieses Bild der pilgernden Maria mit, die ihrem Sohn Jesus folgt und uns allen auf dem Weg des Glaubens vorangeht.

Heute wird in den Ostkirchen nach dem julianischen Kalender das Osterfest begangen. Ich möchte diesen Brüdern und Schwestern einen besonderen Gruß übermitteln und mich im Herzen der Verkündigung der frohen Botschaft anschließen: Christus ist auferstanden! Lasst uns, im Gebet rund um Maria versammelt, Gott um das Geschenk des Heiligen Geistes, des Parakleten, anrufen, auf dass er allen Christen Trost spende, besonders jenen, die das Osterfest unter Prüfungen und Leiden feiern. Möge er sie auf den Weg der Versöhnung und des Friedens führen.

In Brasilien fand gestern die Seligsprechung der als „Nhà Chica“ bekannten Francisca de Paula de Jesus statt. Ihr einfaches Leben war ganz auf Gott und die Barmherzigkeit ausgerichtet, weshalb sie als die „Mutter der Armen“ galt. Ich teile die Freude der Kirche Brasiliens an dieser herausragenden Jüngerin des Herrn.

Mit Freude begrüße ich die aus zahlreichen Ländern gekommenen Bruderschaften. Danke für euer Glaubenszeugnis! Ebenso heiße ich die Gruppen von Pfarrgemeinden und die Familien sowie die große Parade verschiedener Musikkapellen und Schützenverbände aus Deutschland willkommen.

Ein besonderer Gruß gilt heute der Vereinigung „Meter“ am Tag der Kinder, die Gewalttaten zum Opfer fallen. Dies gibt mir die Gelegenheit, mich im Geiste an alle zu wenden, die aufgrund des Missbrauchs gelitten haben und leiden. Ich möchte sie der Einbeziehung in meine Gebete versichern, aber auch entschieden sagen, dass wir uns alle klar und mutig dafür einsetzen müssen, dass jeder Mensch und besonders die Kinder, die zu den Verwundbarsten zählen, stets verteidigt und geschützt werden.

Ich möchte auch den an pulmonaler Hypertonie Leidenden und deren Familienmitgliedern Mut zusprechen.

[Es folgt das Gebet des Regina Caeli.]