Gott und die Neue Welt: Die Entdeckung Amerikas in den konfessionellen Debatten seit dem 16. Jahrhundert

Rainald Becker (Bayreuth) hält öffentlichen Vortrag am Samstag, den 26. Januar

Rom, (ZENIT.orgRIGG) | 1037 klicks

In der Frühen Neuzeit dachte man global, angeregt vor allem durch die Entdeckung Amerikas. Dabei war die Neue Welt – jenseits von humanistischem Exotenmythos und aufklärerischer Revolutionseuphorie – auch Gegenstand religiöser Deutungen. Katholiken wie Protestanten verbanden mit Amerika weitgehende heilsgeschichtliche Erwartungen. Diese Dimensionen sollen genauer herausgestellt werden – mit besonderer Berücksichtigung von Süddeutschland, das als meerfernes „backcountry" der Atlantischen Welt bislang kaum beachtet worden ist. Augsburger Jesuiten und Pietisten, Nürnberger Reichschronisten und Geographen fungierten als Agenten eines Amerikawissens, das in fruchtbarer Weise von Missionserfahrungen und konfessionellen Konkurrenzen profitieren konnte.

Prof. Dr. Rainald Becker hat in Passau und München Geschichte und Germanistik studiert. 1999 bis 2001 war er Assistent am RIGG. Derzeit vertritt er die Professur für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Universität Bayreuth.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr (anschl. Erfrischung)