Gott will aus uns eine große Familie machen

Katechese des Papstes über das Glaubensbekenntnis: aus dem Individualismus aussteigen

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 525 klicks

In seiner Katechese während der Generalaudienz erläuterte Papst Franziskus den Artikel des Glaubensbekenntnisses über die Kirche. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die Kirche als Familie Gottes. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeige, dass der Plan Gott die Kirche als große Familie der Menschheit vorsehe, in dem sich jedes Mitglied geliebt wisse. Gott dränge die Gläubigen, sich vom Individualismus zu lösen.

[Wir dokumentieren die offizielle deutsche Zusammenfassung seiner Ansprache:]

Liebe Brüder und Schwestern, im Rahmen der Katechesen über das Glaubensbekenntnis haben wir uns vor einer Woche mit der engen Beziehung zwischen dem Heiligen Geist und der Kirche befasst. Im Lichte der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils wollen wir heute einen Aspekt dieses Geheimnisses betrachten, nämlich die Kirche als Familie Gottes. Schon das Gleichnis vom verlorenen Sohn, oder besser gesagt des barmherzigen Vaters, verdeutlicht den Plan Gottes mit der Menschheit. Gott will aus uns allen eine große Familie machen, in der jedes Mitglied sich von ihm geliebt weiß. Die Kirche – griechisch ekklesía, Versammlung – entsteht aus dem Willen Gottes, alle Menschen in die Gemeinschaft mit ihm, in die Teilhabe an seinem Leben zu rufen. Gott drängt uns, aus dem Individualismus auszusteigen. Nehmen wir uns Christi Liebe zu uns zum Vorbild, folgen wir ihm nach in der Gemeinschaft der Kirche und vertrauen wir darauf, dass der Heilige Geist uns zu einer neuen Schöpfung gestaltet.

[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grüße verlesen:]

Von Herzen grüße ich alle Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Gott lädt uns ein, unseren Glauben gemeinsam als Familie in der Gemeinschaft der Kirche zu leben. Deshalb wollen wir uns heute fragen, ob wir die Kirche wirklich lieben, wie wir unsere Familien lieben und ob wir für sie beten. Der Heilige Geist schenke euch Kraft, stets das Gute zu vollbringen.