Gottes Liebe bringt alles in Ordnung

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 428 klicks

Die Liebe Gottes bringe alle Fehler in Ordnung, alle Sünden, denn der Herr lasse niemanden allein, auch wenn seine Liebe oft nicht verstanden werde. So die Worte von Papst Franziskus in der Predigt während der Messe in Santa Marta. Als Ausgangspunkt für seine Überlegungen nahm der der Pontifex das heutige Evangelium (Mk 1,14-20). Er sagte, so wie der Herr die Jünger auf ihre neue Mission vorbereite, werde jeder Einzelne auf seinem Lebensweg vorbereitet.

„Es scheint, als seien Simon, Andreas, Jakob und Johannes hier endgültig ausgewählt worden, ja sie sind ausgewählt worden! Aber in diesem Moment waren sie nicht endgültig gläubig! Nach dieser Wahl machten sie Fehler, sie machten dem Herrn keine christlichen Vorschläge: Sie verleugneten den Herrn! Petrus in besonderer Form, die anderen aus Furcht: Sie waren erschrocken und gingen fort. Sie verließen den Herrn. Der Herr bereitet vor. Und anschließend, nach der Auferstehung, musste der Herr diesen Weg bis Pfingsten fortsetzen. Und auch nach Pfingsten begingen einige von ihnen weitere Fehler – Petrus beispielsweise beging einen Fehler, und Paulus musste ihn zurecht weisen. Aber der Herr bereitet vor.“

Papst Franziskus fuhr fort:

„Und wenn die Dinge nicht gut laufen, mischt er sich in die Geschichte ein und arrangiert die Situation und geht mit uns weiter. Aber denken wir an den Stammbaum Jesu, an diese Liste… In dieser historischen Liste gibt es Sünder und Sünderinnen. Aber wir macht der Herr das? Er hat sich eingemischt, hat den Weg korrigiert, die Dinge geregelt. Denken wir an den großen David, ein großen Sünder und dann ein großer Heiliger. Der Herr weiß es! Wenn der Herr uns sagt: ‚Ich habe dich mit unendlicher Liebe geliebt‘, bezieht er sich darauf. Seit vielen Generationen denkt der Herr an uns, an jeden von uns!“

Anschließend bat der Pontifex, dass jeder die Liebe des Herrn erkennen möge.

„Denn unser Rationalismus sagt: ‚Wie denkt der Herr an mich, bei all den vielen Menschen? Aber hat für uns den Weg bereitet!‘. Mit unseren Müttern, unseren Großmüttern, unseren Vätern, unseren Großeltern und Urgroßeltern… So ist der Herr. Und das ist seine Liebe: konkret, ewig und auch handfest. Beten wir um die Gnade, die Liebe des Herrn verstehen zu können. Aber man kann sie nie fassen! Man fühlt, man weint, aber man kann sie nicht fassen. Auch das zeigt uns, wie groß diese Liebe ist. Der Herr, der uns lange vorher vorbereitet, geht mit uns, indem er die anderen vorbereitet. Er ist immer mit uns! Bitten wir um die Gnade, diese große Liebe mit dem Herzen zu erkennen.“