Grimbald (825-901)

Mönch, Gelehrter und Heiliger

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 187 klicks

Grimbald zählt zu den großen Gelehrten des Frühmittelalters und unterstützte König Alfred bei dessen literarischer Forschungsarbeit. Er gilt als bedeutender Vermittler der karolingischen Kultur im angelsächsischen Raum. Es heißt, er habe viele bedeutende Handschriften nach England gebracht.

Grimbald wurde um 825 in Thérouanne geboren. In jungen Jahren, um 840, trat er dem Kloster Saint Bertin bei und wurde Mönch. Tatsächlich sind keine Belege über seinen Aufenthalt in St. Omer überliefert.

Ein erstes Zeugnis von Grimbald ist in einem Brief des Erzbischofs von Reims, Fulco, an König Alfred überliefert. In dem Brief erklärt sich Fulco damit einverstanden, dass Grimbald den König nach England begleite und ihm dabei behilflich sein dürfe, kulturelle Aufbauarbeit zu leisten. Ab 887 scheint Grimbald bis zum Ende seines Lebens in Winchester gelebt zu haben.

Grimbald wurde für seine Fähigkeit gerühmt, Übersetzungen aus der lateinischen Sprache in die altenglische anzufertigen. Teilweise geht man davon aus, dass Grimbald auch die Universität gegründet habe.

Als Eldred 889 starb, sollte Grimbald das Amt des Erzbischofs übernehmen. Grimbald aber schlug das Angebot aus und benannte Plegemund, einen weiteren Mitarbeiter von König Alfred, als Ersatz. Grimbald wurde Dekan des New Minster in Winchester, als dessen Mitgründer er gemeinhin gilt.
Grimbald starb wohl am 8. Juli 901 in Winchester, wo er auch begraben wurde. Schon bald entstand ein Kult um den Heiligen.