Großbritannien: Bischöfe rufen Regierung zu Atomwaffenverzicht auf

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LONDON, 23. November 2006 (ZENIT.org).- In einem Kommunique, das am Dienstag veröffentlicht wurde, rufen die katholischen Bischöfe von England und Wales die Regierung von Großbritannien dazu auf, auf Atomwaffen vollständig zu verzichten und mit diesem Schritt den anderen Nationen ein Beispiel zu geben.



Der Besitz von Atomwaffen habe stets zu „schwerwiegenden moralischen Problemen“ geführt, da sie aufgrund ihrer einzigartigen Zerstörungskraft in eine „andere Kategorie“ gehörten als alle anderen Waffen.

Papst Benedikt XVI. habe in seiner Botschaft zum diesjährigen 29. Weltfriedenstag hervorgehoben, dass die Beibehaltung von Atomwaffen die „Sicherheit ihres Besitzers oder des Weltfriedens“ nicht erhöhe, fügten die Bischöfe hinzu.

Großbritannien befinde sich nun an einem „moralischen und strategischen Scheideweg“, da nicht erwartet werde, dass die „gegenwärtige nukleare Waffenkapazität über die frühen 2020-er Jahre hinweg ohne größere Neuinvestitionen“ erhalten werden könne. Deshalb müsste das Problem der Atomwaffen noch während der Amtsperiode der jetzigen Regierung in Angriff genommen werden, um die Sicherheit des Landes und der ganzen Welt zu garantieren.

Die Bischöfe forderten die britische Regierung auf, „voller Mut“ auf eine „vollständige Atomwaffenabrüstung“ hinzuarbeiten und die anderen Länder ebenfalls dazu zu bewegen.

„Unserem Urteil nach hat Großbritannien mit dem Verzicht auf Atomwaffen die einmalige Gelegenheit, der internationalen Staatengemeinschaft einen Ansatz zu Sicherheit und berechtigter Selbstverteidigung zu geben, ohne auf die gnadenlose Bedrohung der nuklearen Zerstörung zurückzugreifen“.