Großer Spendenzuwachs bei "Kirche in Not"

Sowohl weltweit als auch in Deutschland

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ROM, 10. Mai 2002 (ZENIT.org-Kirche in Not).- Das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not/ Ostpriesterhilfe" hat im Jahr 2001 das höchste Spendenaufkommen in seiner Geschichte erzielt. Das teilte der deutsche Zweig des Werkes in München mit. Mit 79,15 Millionen Euro weltweit lag der Spendeneingang demnach um etwa 18,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch in Deutschland konnte das Hilfswerk den Angaben zufolge eine um 6,2 Prozent auf jetzt fast 12,7 Millionen Euro gestiegene Spendensumme verbuchen. Zu diesem Ergebnis hätten etwa 65.000 Spender beigetragen, gab der Geschäftsführer der deutschen Sektion des Werkes, Klaus Wundlechner, bekannt.



Das von dem niederländischen Prämonstratenser Werenfried van Straaten 1947 gegründete Werk päpstlichen Rechts unterstützt die katholische Kirche nach eigenen Angaben in mehr als 130 Ländern bei der Erfüllung ihrer seelsorgerischen Aufgaben. Schwerpunkte der Hilfe sind die Länder, in denen die Kirche bedroht oder verfolgt wird, außerdem die Staaten Ostmittel- und Osteuropas, in denen die kirchliche Infrastruktur nach der Wende neu aufgebaut werden muss.

"Kirche in Not" hilft vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Priestern, leistet Hilfe zum Lebensunterhalt für Priester und Ordensleute, unterstützt den Bau und die Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, finanziert die Übersetzung und den Druck religiöser Literatur und die Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme. In sechzehn Ländern ist das Hilfswerk mit nationalen Sektionen vertreten. Die deutsche Sektion hat ihren Sitz in München. Ebenfalls in Deutschland, in Königstein im Taunus, befindet sich die internationale Zentrale des Werkes, in der jährlich über etwa zehntausend Hilfsanträge von Bischöfen aus allen Teilen der Erde entschieden wird.