Großes Gebet für die verfolgten Christen in Indien am 24. September

Einew weltweite Initiative von „Kirche in Not“

| 1624 klicks

KÖNIGSTEIN, 19. September 2008 (ZENIT.org).- Das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not lädt die Gläubigen in aller Welt dazu ein, für die verfolgten Christen in den von gewaltsamen Ausschreitungen betroffenen Regionen Indiens zu beten. Als besonderen Gebetstag wählte das Werk den 24. September, den Festtag der Barmherzigen Muttergottes, der auch „Festtag vom Loskauf der Gefangenen“ genannt wird. Zu dieser Zeit findet in Königstein im Taunus in der Zentrale von „Kirche in Not“ auch eine Konferenz der internationalen Führungskräfte des in 17 Ländern vertretenen Werkes statt.

Pater Joaquín Alliende, internationaler Gesitlicher Assistent und designierter Präsident von „Kirche in Not“, äußerte sich zu den Verfolgungen: „Die dramatische Situation der Christen in Indien hat sich verschlimmert. Die brutalen Übergriffe, zu denen es im Dezember 2007 in Kandhamal gekommen ist, sind in den letzten Wochen explodiert. Momentan ist die Situation in verschiedenen Regionen dieses großen Landes sehr angespannt und bedrohlich, insbesondere nach den tragischen Vorkommnissen in Orissa und Karnataka. Der Regierung gelingt es nicht, die soziale Gewalt zu stoppen. Ebenso wenig  hat sie es geschafft, eine minimale Kontrolle in Kandhamal zu erreichen. Verbrechen aus der Vergangenheit bleiben ungestraft.

Durch unseren direkten Kontakt mit den Bischöfen sind wir darüber informiert, wie viel Schrecken und Angst die Herzen unserer Brüder erzittern lässt, die als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Sie fühlen sich schutzlos. Die Priester fliehen in die Wälder, um die christlichen Familien nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Die Christen setzen ihre Hoffnung einzig und allein auf Jesus Christus und unser solidarisches Gebet.

Unser Gebet für sie ist dringend notwendig. Um zu verhindern, dass noch mehr Menschen sterben, mehr Kirchen niedergebrannt werden, mehr heilige Stätten geschändet und Zentren, in denen die Bedürftigsten versorgt werden, zerstört werden, lade ich Sie ein, in dieser Stunde der Gefahr für die Christen in Indien zu beten.“

Pater Joaquín Alliende, der im spanischen Sprachraum ein bekannter Dichter vor allem religiöser Poesie ist, hat das folgende Gebet  als Instrument unserer Solidarität im Glauben verfasst, das „Kirche in Not“ gemeinsam mit Christen in aller Welt für die verfolgten Christen in Indien beten wird:

GEBET FÜR INDIEN

Vater im Himmel, du lässt deine Sonne scheinen
über Bösen und Guten.
Dein Sohn Jesus Christus ist für alle gestorben
und in seiner glorreichen Auferstehung
behielt er die fünf Foltermale.

Mit seiner göttlichen Kraft steht er nun denen bei,
die Verfolgung und Martyrium erleiden,
um dem Glauben der Kirche treu zu sein.

Barmherziger und mächtiger Vater,
mach, dass heute Kain aufhört,
den hilflosen Abel, den unschuldigen Abel zu ermorden.

Mögen die Christen in Indien
wie Maria zu Füßen des Kreuzes verharren,
an dem Christus den Tod erleidet.

Tröste die von Gewalt Bedrohten
und die von Unsicherheit Bedrängten.
Möge dein Geist der Liebe
das Zeugnis und das Blut derer fruchtbar machen,
die verzeihend sterben. Amen.