Größte Kundgebung für das Leben in der Geschichte der USA

Mehr als eine halbe Million Teilnehmer

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 918 klicks

Am 23. Januar fand in den USA die bisher größte Kundgebung für das Leben statt. Mehr als eine halbe Million Menschen demonstrierten in der US-Bundeshauptstadt Washington für das Lebensrecht.

Zum 40. Jahrestag des Urteils Roe gegen Wade durch den Obersten Gerichtshof der USA, mit dem die faktisch Abtreibung legalisiert wurde, versammelten sich mehr Menschen als jemals zuvor in der Hauptstadt, um für den Schutz der ungeborenen Kinder und das Recht auf Leben zu demonstrieren.

In einem großen Demonstrationszug zum Sitz des Obersten Gerichtshof forderten die Teilnehmer ein Ende der Abtreibung.

Zahlreiche Verbände, Schulen, Universitäten und Pro-Life-Gruppen hatten zur Teilnahme an  diesem Ereignis aufgerufen [ZENIT berichtete] und zu dem gigantischen Erfolg beigetragen.

Mit Mahn- und Gebetswachen und heiligen Messen war die katholischen Kirche in starkem Maß vertreten. Fünf Kardinäle, 42 Bischöfe, mehr als 400 Priester und über 500 Seminaristen nahmen neben einer Vielzahl von Gläubigen an der Kundgebung und den Gottesdiensten teil.

Kardinal O’Malley, in der amerikanischen Bischofskonferenz für den Lebensrecht zuständig, betonte in seiner Predigt: „Abtreibung ist kein notwendiges Übel“. Eine solche Behauptung ist „einfach falsch“. Er prophezeite, der nächste massive Angriff auf das Leben stehe bevor: durch den Versuch, die Euthanasie einzuführen. Der Kardinal: „Eine Gesellschaft, die es den Eltern erlaubt, ihre Kinder zu töten, wird auch den Kindern erlauben, ihre Eltern zu töten.“

Der gerade neu vereidigte Präsident Barack Obama gilt als einer der radikalsten Abtreibungsbefürworter in der Geschichte der amerikanischen Präsidenten.