Gründerin der Gustav-Siewerth-Akademie, Alma von Stockhausen, erhält päpstliche Auszeichnung

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FREIBURG, 16. Mai 2007 (ZENIT.org).- Die Philosophin Prof. Dr. Alma von Stockhausen (79), Gründerin der privaten Gustav-Siewerth-Akademie in Weilheim-Bierbronnen bei Waldshut, ist von Papst Benedikt XVI. zur Dame des Gregoriusordens ernannt worden.



Die Überreichung der päpstliche Ehrung, die Erzbischof Dr. Robert Zollitsch vornahm, fand am Dienstag statt. Wie die Pressestelle der Erzdiözese Freiburg berichtete, würdige er Alma von Stockhausen als eine Philosophin mit klarem geistigem Profil, „verwurzelt in und getragen von einem lebendigen christlichen Glauben“. Die Suche nach der Wahrheit habe ihr Leben geprägt, die stets neue argumentative Entfaltung des Glauben inmitten eines weltanschaulichen Pluralismus und das Einstehen für die Wahrheit des einmal Erkannten seien ihr Herzensanliegen.

Alma von Stockhausen wurde am 30. September 1927 in Münster in Westfalen geboren. Sie studierte Philosophie, Theologie und Geschichte in Münster, Göttingen und Freiburg und wurde 1954 mit einer Arbeit zur „Analogia entis bei Thomas von Aquin“ von der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg promoviert. Zu ihren wichtigsten Lehrern zählten die Theologen Michael Schmaus und Hermann Volk, der spätere Bischof und Kardinal von Mainz, sowie die Philosophen Gustav Siewerth, Martin Heidegger und Nicolai Hartmann.

Alma von Stockhausen lehrte seit 1962 als Professorin für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Später gründete sie in Weilheim-Bierbronnen eine private Akademie, die nach dem Rektor der Pädagogischen Hochschule Gustav Siewerth benannt und 1988 als wissenschaftliche Hochschule in privater Trägerschaft staatlich anerkannt wurde.

Die philosophische Hochschule, an der Philosophie, Soziologie, Familienwissenschaft mit den beiden Hauptfächern Katholische Theologie und Pädagogik, Journalistik (nur als Nebenfach) sowie Philosophie der Naturwissenschaften (nur als Nebenfach) unterrichtet werden, bemüht sich um ein christliches Weltbild. Ihre Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Vermittlung der abendländischen Wertvorstellungen, die aus der Durchdringung von griechischer Metaphysik und christlichem Offenbarungsgut als Voraussetzung von Naturwissenschaft und Technik entstanden sind,

2. Erarbeitung einer christlichen Anthropologie und Gesellschaftslehre in Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der modernen Natur- und Sozialwissenschaften,

3. Kritik der nihilistischen Züge des Zeitgeistes.