Gründung des Päpstlichen Rats für soziale Kommunikationsmittel vor 50 Jahren

Im Dienst des Evangeliums

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 246 klicks

Gestern, am 2. April, feierte der Päpstliche Rat für soziale Kommunikationsmittel sein 50jähriges Bestehen. Am 2. April 1964 wurde er von Paul VI. durch das Motu Proprio „In fructibus multis“ ins Leben gerufen. Jedoch nahm alles wenigstens 16 Jahre früher seinen Anfang, wie der Präsident des Rates, Msgr. Claudio Maria Celli, in einem Interview für Radio Vatikan mitteilte.

So habe bereits Pius XII. im Jahre 1948 eine besondere Aufmerksamkeit auf das Phänomen des Kinos gerichtet, sich wohl bewusst darüber, welchen Einfluss dieses Kommunikationsmittel auf die Menschheit haben könne; einen Einfluss, der auch religiöse Aspekte berührte, so Celli. Die erste Päpstliche Kommission auf diesem Gebiet habe sich aus diesem Grund zunächst dem Kino in Bezug auf christliche, religiöse und moralische Werte gewidmet. Unter Johannes XXIII., im Jahr 1959, sei man sich dann der Bedeutung von Radio und Fernsehen bewusst geworden, Kommunikationsmittel, die man auch vorher berücksichtigt, jedoch nicht in ihrer gesamten Tragweite erfasst habe. 1964 dann habe Paul VI. den Päpstlichen Rat der sozialen Kommunikationsmittel gegründet; die Presse bekam zu diesem Zeitpunkt eine immer größere Bedeutung. Damit waren die Aufgabenbereiche der Kommission definiert: Presse, Radio, Fernsehen und Kino, so Celli.

Er sagte gegenüber Radio Vatikan, ein weiterer wichtiger Schritt für den Päpstlichen Rat sei der Apostolische Brief „Il rapido sviluppo“ von 2005 von Johannes Paul II. gewesen, der die neuen Entwicklungen im Bereich der Kommunikation aufgenommen habe. Die digitale Kultur und das Internet haben neue Lebensbereiche geschaffen, es gebe nun ein „Leben im Netz“. Das Pontifikat Benedikt XVI. stehe im Zeichen dieser Entwicklungen, den sozialen Netzwerken.

Celli sagte, Papst Franziskus lade die Gläubigen ein, keine Angst vor den neuen sozialen Herausforderungen im Bereich der Kommunikation zu haben. Jedoch solle sich jeder dessen bewusst sein, dass er dazu aufgerufen sei, mit den ihn kennzeichnenden Werten beizutreten und diese auch in den Netzwerken zu vertreten. Celli sagte gegenüber Radio Vatikan, für Papst Franziskus sei Kommunikation ein Moment der Begegnung, der Annäherung an den Nächsten, eine Möglichkeit, einen weiter ausgerichteten Dienst am Evangelium zu leisten. Die Gläubigen seien dazu aufgerufen, ihren Platz in der digitalen Welt zu finden, so Celli.