Gruß nach Moskau: Ökumenisches Festessen in der Wiener Nuntiatur

Gemeinsame Botschaft an russisch-orthodoxen Bischof Hilarion Alfeyev

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WIEN, 24. Januar 2009 (ZENIT.org).- Bereits zum vierten Mal hat der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, die Vertreter der Kirchen und christlichen Gemeinschaften zu einem Festessen im Geist der Ökumene in die Räume der Nuntiatur eingeladen. Anlaß dafür war die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen, die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil jährlich zwischen dem 18. und dem 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus gefeiert wird.

Neben dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), dem evangelisch-lutherischen Altbischof Mag. Herwig Sturm, dem Metropoliten von Austria der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Michael Staikos, dem Patriarchaldelegat der armenisch-apostolischen Kirche, Erzbischof Mesrob Krikorian, dem Chorepiskopos für Österreich der syrisch-orthodoxen Kirche, Emanuel Aydin, nahmen noch viele weitere christliche Vertreter der Ökumene an dem feierlichen Essen teil. Von Seiten der katholischen Kirche waren unter anderen der emeritierte Weihbischof von Wien, Helmut Krätzl, der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer und der Präsident der Stiftung Pro Oriente, Johann Marte, anwesend.

Der Vorsitzende des ÖRKÖ, Bischof Sturm, bedankte sich im Namen aller bei Nuntius Farhat für die herzliche Gastfreundschaft. Der Empfang in der Nuntiatur sei ein großes Ereignis und man merke, daß dem Nuntius die Ökumene ein wirkliches Herzensanliegen sei.

Erzbischof Farhat freute sich, daß so viele Vertreter der Kirchen und christlichen Gemeinschaften seiner Einladung gefolgt sind und diesen Geist der Ökumene in Österreich weiter pflegen. An den russisch-orthodoxen Vertreter in Wien, Bischof Hilarion Alfeyev, der wegen der Wahl des neuen Russisch-orthodoxen Patriarchen schon in Moskau weilte, richteten die Vertreter der Kirchen und christlichen Gemeinschaften eine Grußbotschaft mit der Versicherung ihres Gebetes als Ausdruck christlicher Solidarität. „Im Bewußtsein, daß die Einheit der Christen dem letzten Wunsch Christi, des Erlösers, entspricht, hoffen wir, daß der Dialog unter dem zukünftigen Patriarchen von Moskau fortgesetzt und schließlich zu einer größeren Einheit unter den Christen führen wird", heißt es abschließend in der Grußbotschaft an Bischof Hilarion Alfeyev.



Von Marie Czernin