Grußbotschaft von Papst Benedikt XVI. an Patriarch Alexeij II.

Die Schritte zur vollen Einheit beschleunigen

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ROM, 2. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Grußbotschaft, die Papst Benedikt XVI. dem rissisch-orthodoxen Patriarchen von Moskau und ganz Russland, Alexeij II., durch Kardinal Sepe hat zukommen lassen.

Der Heilige Vater bringt in dem Schreiben seine Sorge für den Frieden in der Welt zum Ausdruck und bekräftigt, dass größere Einheit und das gemeinsame Zeugnis für das Evangelium die beste Antwort auf Konfikte sei.

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Der Besuch Seiner Eminenz Kardinal Sepe, Erzbischof von Neapel, bietet mir Gelegenheit, Eurer Heiligkeit meinen herzlichen und brüderlichen Gruß zu entbieten.

Ich hege tiefe Zuneigung zu allen orthodoxen Brüdern und stehe ihnen jetzt, nach den jüngsten Ereignissen, ganz besonders nahe, da der Krieg mir lieben Völkern großes Leid zugefügt hat. Ich höre niemals auf, täglich für den Frieden zu beten und den Herrn zu bitten, dass die Appelle Eurer Heiligkeit zur Beilegung aller Feindseligkeiten zum Wohl der Nationen verwirklicht werden können.

Der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus ist ein Band, das die Herzen zutiefst eint und uns alle einlädt, unseren Einsatz zu intensivieren, der Welt das gemeinsam geteilte Zeugnis zu offenbaren, respektvoll und friedlich zusammenzuleben. Unsere Zeiten, die so oft von Konflikten und Schmerzen gezeichnet sind, machen es noch notwendiger, die Schritte zur vollen Einheit aller Jünger Christi zu beschleunigen, so dass die glorreiche Botschaft des Heils unter der ganzen Menschheit verbreitet wird.

Ich rufe auf Eure Heiligkeit den mütterlichen Schutz Mariens, der Muttergottes, herab, damit sie Sie bei voller Gesundheit bewahre und Ihnen bei ihrem täglichen Dienst beistehe. Und ich versichere Sie, Heiligkeit, erneut meiner brüderlichen und herzlichen Achtung.

BENEDICTUS PP. XVI

[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2008 – Libreria Editrice Vaticana]