Gumbert von Ansbach (? - 790)

Klostergründer aus Mittelfranken

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 215 klicks

Gumbert von Ansbach wurde in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts im heutigen Ansbach in Mittelfranken geboren. Seine Familie gehörte dem karolingischen Adel an. Gumbert wurde ein Schüler des Bischofs von Würzburg, Burkhard, der ihn im geistlichen Leben unterwies. Die Legende berichtet, Gumbert sei ein sehr folgsamer Schüler gewesen und habe aller weltlichen Güter und Versuchungen entsagt.

Vor 748 gründete Gumbert auf seinem Grund in Ansbach das Kloster St. Salvator, das der Regel des heiligen Benedikt folgte. Das Kloster gelangte 786 durch Schenkung in das Eigentum Karls des Großen, der es in das Bistum Würzburg eingliederte. Um das Kloster entwickelte sich die Stadt Ansbach. Gumbert, der dem Kloster als Abt vorgestanden hatte, starb am 11. März 790. Seine sterblichen Überreste ruhen in Ansbach und Brüssel. 1195 wurde Gumbert heiliggesprochen und das Stift nach seinem Gründer umbenannt.

Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster in ein Chorherrenstift verwandelt. Das Kloster war in geordneten Verhältnissen, und besonders die Stiftsschule genoss einen ausgezeichneten Ruf; aus ihr gingen viele bedeutende Gelehrte hervor. Im Zuge der Reformation wurde das Stift 1563 aufgehoben. Die Stiftskirche wurde 1810 zur evangelischen Pfarrkirche umgewidmet. Die wertvollen Bestände der Stiftsbibliothek wurden der Universitätsbibliothek Erlangen übergeben.