Guyana: Kardinal Barbarin hat Herzprobleme

Der Erzbischof von Lyon kann seine Reise nach Rio nicht fortsetzen

Rom, (ZENIT.org) | 338 klicks

Während seiner Reise zum Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro mit den jungen Menschen seiner Diözese erlitt der Kardinalerzbischof von Lyon, Philippe Barbarin, am Sonntag, den 21. Juli 2013 in Cayenne, der Hauptstadt von Französisch-Guayana, einen doppelten Herzinfarkt. Er wurde in das Krankenhaus von Martinica gebracht.

Nach dem Vorfall richtete der Kardinal die folgenden Worte an die Gruppe aus der Diözese von Lyon: „Ich vertraue mich euren Gebeten an und vertraue euch vor allem die jungen Menschen an, die sich in Kürze rund um Papst Franziskus versammeln und das große Abenteuer des WJT in Rio erfahren werden. Bedauerlicherweise kann ich selbst nicht unter ihnen sein, doch umso mehr werde ich ihnen im Gebet meine Nähe erweisen.“

Die jungen französischen Pilger scheinen auf ihrem Weg nach Rio nicht vom Glück begleitet zu werden. Bei einem Busunfall in Französisch-Guyana kam am vergangenen 17. Juli die 21-jährige Sophie Morinière aus Paris ums Leben. Ferner können die Jugendlichen aufgrund eines Flugzeugschadens in São Paulo Cayenne derzeit nicht verlassen.

Laut den Angehörigen von Kardinal Barbarin wird dessen Gesundheitszustand nicht als besorgniserregend eingeschätzt. Dennoch kann der Primas von Gallien seine Reise nach Rio nicht fortsetzen.

Kardinal Barbarin war am Donnerstag, dem 18. Juli 2013, in Cayenne angekommen und hatte sich einer Gruppe von etwa 700 jungen Menschen aus Lyon, dem RaumParis, sowie aus den Diözesen Evreux und Cayenne angeschlossen.

Die Maschine der Fluggesellschaft „White Jet“ ist derzeit aufgrund eines technischen Fehlers in São Paulo gestrandet. Die Gruppe kann Cayenne erst heute verlassen und wird damit rechtzeitig zu dem für Donnerstagabend, den 25. Juli 2013, vorgesehenen Begrüßungsfest mit dem Papst auf der Strandpromenade von Copacabana eintreffen.

Pater Christophe de Lussy, Delegierter beim WJT für die Diözese Paris, betont, dass die lokalen Behörden ihr Möglichstes tun, um den 700 Jugendlichen die Ankunft in Rio zu ermöglichen. Die in Sporthallen und Schulen von Cayenne untergebrachten jungen Menschen seien der Bevölkerung von Guayana, die sich für ihre Aufnahme mobilisierte, für deren Gastfreundschaft dankbar.

Etwa 5.500 Franzosen werden bei der weltweiten Begegnung der Jugendlichen erwartet, die unter dem Schutz des auf dem Berg Corcovado errichteten Christusstatue „Cristo Redentor“ und der Gottesmutter von Aparecida in der Metropole Rio de Janeiro stattfindet.