H2Onews – Nachrichten für Radio, Fernsehen und Internet aus der katholischen Welt

Interview mit Generalkoordinator Msgr. Enrique Planas

| 1935 klicks

ROM, 21. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Während des ersten Weltkongresses für katholische Fernsehsender, der vom Päpstlichen Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel organisiert worden war und im Oktober 2006 in Madrid (Spanien) stattfand, zeigte sich, dass es den Bedarf nach einem katholischen multimedialen Informationsdienst gibt, der die große Lücke in diesem Bereich stopfen sollte.



Etwas mehr als ein Jahr darauf hat nun die Anlaufphase von H2Onews begonnen. In dem vorliegenden Interview berichtet Mosgr. Enrique Planas, Generalkoordinator von H2Onews, pensionierter Mitarbeiter des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel und Vertreter des Heiligen Stuhls beim leitenden Ausschuss für die Soziale Kommunikation des Europarates, vom neuen Informationsprojekt.

ZENIT: Was ist H2Onews?

Msgr. Planas: H2Onews entstammt dem Treffen in Madrid. Es handelt sich um eine Informationsagentur im Dienst des weltweiten Fernsehens. H2Onews ist einfach eine Idee, die auf einem Bedürfnis gründet, das mit dem bedeutenden Wachstum der katholischen Organisationen im Bereich des Fernsehens zusammenhängt. Und die Überprüfung dessen, was zu Anfang lediglich eine Intuition war, fand eben in Madrid statt, wo diese Intuition sich als eine von allen ersehnte Notwendigkeit hervorgetan hat.

ZENIT: Wie ist H2Onews organisiert?

Msgr. Planas: Bei H2Onews arbeitet ein interdisziplinäres Team von kompetenten Personen mit bedeutenden Erfahrungen im Bereich der audiovisuellen Information (1). Die professionell arbeitenden Mitarbeiter haben sich organisiert, um diese Initiative mit Ernsthaftigkeit und Ausgeglichenheit zu leiten, die sich auch durch einen klaren Willen zum Dienst an der Kirche und an der Evangelisierung auszeichnet.

ZENIT: Würden Sie sagen, dass seit dem Kongress in Madrid bereits einige wichtige Schritte unternommen worden sind?

Msgr. Planas: Sicherlich. Dieses Team, von dem ich zuvor gesprochen habe, hat viel unternommen und die notwendigen Mittel gewählt, um eine technische und journalistische Infrastruktur zu schaffen, eine Organisation zu errichten, in der die Professionalität einwandfrei ist, weshalb wir auch die ersten Schritte sehr diskret unternehmen wollten. Gegenwärtig sind die technische Infrastruktur und die Redaktion darauf vorbereitet, eine Anlaufphase zu starten, in der wir beginnen, ernsthaft „mitzuspielen“.

ZENIT: Wer sind die „Mitspieler“?

Msgr. Planas: Es ist eine große Bewegung vorgesehen, in der die Fernsehanstalten sowohl Empfänger als auch Sender sind, damit auf diese Weise ein Netzwerk entsteht, in dem der Besitz eines jeden zum Vermögen aller wird.

ZENIT: Wer organisiert diese Zusammenarbeit?

Msgr. Planas: Glücklicherweise hat sich das Team von vier Personen, das ich anfangs erwähnt habe, dauerhaft zusammengesetzt, und es ist durchaus in der Lage, die unterschiedlichen Aufgaben in allen Bereichen wahrzunehmen, diese Bewegung der Zusammenarbeit zu leiten und Abkommen zu treffen, wie zum Beispiel mit dem Vatikanisches Fernsehzentrum CTV und anderen.

ZENIT: Wie sieht Ihre Aufgabe darin aus, Monsignore Planas?

Msgr. Planas: Meine Aufgabe darin sehe ich im Vorsitz der Agape, das heißt damit die Professionalität nicht den Willen schwächt, eine geistliche Wirklichkeit der kommunikativen Erfahrung zu schaffen, die auch eine Dimension der Evangelisierung hat, die somit auch einer geistlichen Leitung bedarf. Und sie waren so freundlich, mich darum zu bitten.

ZENIT: Wann geht H2Onews in die Startlöcher?

Msgr. Planas: Ich hoffe, in allernächster Zukunft. Ich hoffe, dass die operative Phase bereits begonnen haben wird, wenn die Leser dieses Interview lesen, und dass sie dann auch schon selbst über die Arbeit der Agentur ihr Urteil abgeben können.

ZENIT: Wie finanziert sich H2Onews?

Msgr. Planas: Von seiner Natur her, als eine Bewegung der Zusammenarbeit, muss jedes Mitglied des Netzwerks einbringen, was ihm möglich ist. Aber ganz allgemein betrachtet werden die Initiativen der Kirche von der Nächstenliebe des Volkes Gottes gespeist. Deshalb wird H2Onews, was ein wahrer Dienst ist, Beiträge erhalten müssen, die sein Überleben garantieren, wobei die Möglichkeit der Selbstfinanzierung nicht ausgeschlossen wird.

ZENIT: Wie steht die Kirche zu dieser Initiative?

Msgr. Planas: Bislang blicken die Bischöfe und die höchsten kirchlichen Autoritäten dieser Initiative voller Hoffnung entgegen, die - mit dem Wunsch, der Kirche zu dienen - unabhängig errichtet worden ist, natürlich in Begleitung bedeutender Persönlichkeiten der Kirche und der Welt der Kommunikation, die sowohl die Professionalität als auch die kirchliche Dimension, die evangelisatorische Richtung gewährleisten.

ZENIT: In welcher Verbindung steht H2Onews zu ZENIT?

Msgr. Planas: Es handelt sich um eine Initiative, die sich mit ZENIT familiär verbunden fühlt und in der auch Mitarbeiter tätig sind, die in beiden Einrichtungen arbeiten. Aber sind dennoch zwei eigenständige Organisationen, die vor allem vom gleichen Geist der Ausgeglichenheit und der seriösen Information und im Geist des Dienstes am Volk Gottes vereint werden.

___________________________

(1) Msgr. Enrique Planas ist Generalkoordinator von H2Onews. Ihm stehen Silvia Costantini, Miriam Díez i Bosch, Andrea Scorzoni und Jesús Colina zur Seite. Dieses Team stützt sich zudem auf die berufliche Erfahrung der Schwestern vom Hogar de la Madre und die Zusammenarbeit mit verschiedenen katholischer Produzenten und Fernsehstationen weltweit.