Habt keine Angst!

Liturgischer Gedenktag von Johannes Paul II.

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 488 klicks

Die katholische Kirche begeht heute, am 22.Oktober, den liturgischen Gedenktag von Johannes Paul II. Das Datum ist auch der Tag seiner Amtseinführung vor genau 35 Jahren. Radio Vatikan führte aus diesem Anlass ein Interview mit dem letzten von Johannes Paul II. geweihten Priester, Maurizio Mirilli. Der heute in Rom für die Jugendpastoral verantwortliche Geistliche erinnert sich an den Augenblick seiner Priesterweihe, am 2. Mai 2004.

„Ich erinnere mich gut an die Gefühle am Tag meiner Weihe: Ich spüre heute noch Johannes Pauls Hände auf meinem Kopf; der Papst war damals schon krank; er saß und hatte Schwierigkeiten zu sprechen. Ich kniete nieder, denn er konnte nicht aufstehen. Er legte meine Arme auf die Armlehnen seines Stuhls und legte seine Hände auf meine, er drückte sie ganz fest und schaute mir in die Augen mit seinem durchdringenden Blick. Es war, als ob er mir sagen wollte: ,Nun bist du dran! Nur Mut, hab’ keine Angst!‘“

Gemeinsam mit Johannes XXIII. wird Johannes Paul II. am 27.April nächsten Jahres heiliggesprochen werden. Das Ereignis wird an dem von Johannes Paul II. ins Leben gerufenen „Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit“, dem Sonntag nach Ostern, stattfinden. Für Mirilli steht Papst Franziskus in der direkten Nachfolge des polnischen Pontifex, dessen Botschaft für viele Menschen eine bewegende Bedeutung hat: „Habt keine Angst! Öffnet, ja, reißt die Türen auf für Christus!“. So die Worte von Johannes Paul II. am Tag seiner Amtseinführung. Mirilli sagte weiter:

„Noch heute spüren wir Johannes Pauls Blicke, seine Ermutigungen, und denken an seine pastoralen Reisen in alle Welt und auch an seine Besuche in unseren Gemeinden hier in Rom. Das ist ein Papst, der wirklich allen begegnet ist und der alle prägte. Seine Worte: ,Habt keine Angst‘ haben sich allen ins Gedächtnis gebrannt, auch mir. Diese Botschaft ist eine Einladung, die der jetzige Papst Franziskus weiterträgt, der für uns alle eine Ermutigung ist.“