Härtefälle vermeiden helfen

IN VIA Bayern betreut drei Häuser für junge Frauen

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 279 klicks

Der Frauenfachverband IN VIA, ein Fachverband der Caritas, kümmert sich seit mehr als 100 Jahren um Mädchen und junge Frauen. Galt es im 19. Jahrhundert junge Frauen, die vom Land in die Stadt kamen, vor Ausbeutung und Mädchenhandel zu schützen, konzentriert sich IN VIA heute darauf, den jungen Frauen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben, in die Berufswelt und die Gesellschaft zur Seite zu stehen.

IN VIA Bayern unterhält in München drei Häuser, in denen insgesamt 250 Auszubildende, Schülerinnen und Praktikantinnen eine Bleibe finden können. Den jungen Frauen soll auf diese Weise die Möglichkeit gegeben werden, auch fern von ihrem Elternhaus eine Ausbildung ergreifen oder ihrem Beruf nachgehen zu können. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die individuellen Bedürfnisse der jungen Frauen Berücksichtigung finden. In den drei Münchner Häusern finden auch Frauen eine Unterkunft, die sich eine Bleibe in Jugendwohnheimen nicht mehr erlauben können. Hier gilt es Härtefällen vorzubeugen. Häufig stellen für die jungen Frauen die Anschaffung eines Computers oder der für die Berufsausbildung erforderlichen Lehrmittel unerschwingliche Anschaffungen dar.

Hilfe und Unterstützung dieser Art wird auch durch Spenden wie durch die Stiftung Soziales München der Stadtsparkasse München ermöglicht. Die Stiftung spendete 10.000 Euro an IN VIA Bayern. Mithilfe der Spende war es zum Beispiel möglich, den weiteren Aufenthalt einer jungen Auszubildenden in einem IN VIA-Haus zu finanzieren. Die junge Frau, die in betreuten Einrichtungen aufgewachsen ist, wohnt im Schwabinger Marienheim des IN VIA Diözesanverbandes München und Freising. Sie gewöhnt sich ein und findet hier Ansprechpartner für ihre Probleme und Sorgen. Doch die staatliche Förderung reicht eines Tages nicht mehr aus, um den Wohnheimplatz zu bezahlen. Die junge Frau muss ausziehen und steht vor dem nichts. Doch die ehrenamtlich arbeitenden Wohnheim-Pädagoginnen lassen die junge Frau nicht im Stich, sondern helfen ihr: „Statt sich auf die Lehre konzentrieren zu können, musste die junge Frau ihr Leben völlig neu organisieren”, erklärt Rita Schulz, Geschäftsführerin IN VIA Bayern. „Diese zusätzliche Belastung hätten wir ihr gerne erspart.” Solche Härtefälle sollen in Zukunft durch die Förderung der Stiftung Soziales München der Stadtsparkasse München vermieden werden.