Heilige Messe von Papst Franziskus mit italienischen Soldaten

Anlass war der Feiertag der Gründung der Republik in Italien

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 458 klicks

Gestern Vormittag um 9.30 Uhr feierte der Heilige Vater Franziskus in der Kapelle des päpstlichen Gästehauses eine Heilige Messe mit einer Gruppe von ca. 80 Personen unter der Leitung des Militärerzbischofs S.E. Msgr. Vincenzo Pelvi, der mit dem Papst konzelebrierte.

Die Mitglieder der Gruppe waren die Verwandten – vor allem die Eltern – von in den vergangenen 4-5 Jahren in den Friedensmissionen gefallenen italienischen Soldaten (insbesondere in Afghanistan) sowie von 13 bei diesen Einsätzen verwundeten Soldaten in Begleitung ihrer Angehörigen.

Insgesamt waren 55 Verwandte der insgesamt 24 ums Leben gekommenen Soldaten anwesendVerwandter. Die Teilnehmer stammten aus den verschiedenen Regionen Italiens. Sämtliche Gefallenen und Verwundeten wurden in das Gebet eingeschlossen.

In Begleitung der Gruppe erschienen neben dem Militär-Erzbischof einige Militär-Pfarrer sowie zwei mit der Koordination der Begegnungen zwischen den Verwundeten und den Familien der Gefallenen betraute Personen. Diese Begegnungen wurden vom Militärordinariat ins Leben gerufen, um den Menschen Unterstützung in ihrem Leiden im Geist Christi zuteilwerden zu lassen.

Als Zeitpunkt des Zusammentreffens wurde Sonntag, der 2. Juni 2013, der italienische Nationalfeiertag, gewählt. Wie Msgr. Pelvi in seinen kurzen dem Papst gewidmeten Grußworten zu Beginn der Feier betonte, wurde an diesem Tag der Soldaten und deren Familienangehörigen außerdem im Rahmen einiger Veranstaltungen gedacht.

Wie üblich bei den hl. Messen im „Domus Sanktae Marthae“ hielt der Papst eine spontane Predigt.

Am Ende der Eucharistiefeier wurde das vom seligen Papst Johannes Paul II. verfasste „Gebet für Italien“ (15.3.1994) gesprochen.

Anschließend richtete sich der Papst wie gewohnt mit großer Herzlichkeit und Zuneigung besondere Grüße an alle Anwesenden.

Die Begegnung dauerte insgesamt knappe eineinhalb Stunden.

Die Gesänge des Chors der „Cappella Giulia“ bildeten eine musikalische Umrahmung der Feier.

Die Kirchengemeinde des Militärordinariates schenkte dem Papst eine handgefertigte neapolitanische Tonarbeit (50x49: Künstler: Raffaele, Salvatore und Emanuele Scuotto) vom hl. Joseph, dem Arbeiter, während er dem Knaben Jesus die Werkzeuge eines Zimmermanns zeigt. Jesus hält einen Korb mit Nägeln, Hammer und Zange, den Symbolen der Kreuzigung.