Heiligenkreuz, neue CD und „Wetten dass“

„Wenn die Mönche singen, dann weitet sich das Herz“

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HEILIGENKREUZ, 2. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Gregorianischer Choral für die Advents- und Weihnachtszeit: Ab morgen wird die Special Edition „Chant - Music for Paradise“, eine Box mit zwei CDs, im Handel erhältlich sein.



Sie ist die Antwort auf die weltweite Nachfrage nach mehr Musik von den Mönchen des Zisterzienserstifts Heiligenkreuz im Wienerwald. Neben den bereits bekannten Vertonungen – dem Abendgebet der Kirche (Komplet), dem Requiem, den Gesängen „in paradisum“ und Hymnen wie „Veni Creator Spiritus“ – haben 17 Ordensleute unter der Leitung von Kantor P. Simeon Wester 25 neue Stücke eingespielt, darunter die berühmte Advent-Messe „Rorate“ und die Weihnachtsmette „Puer Natus“ in gregorianischem Choral.

„Wenn die Mönche singen, dann weitet sich das Herz“, schreibt Abt Gregor Henckel Donnersmarck im Booklet von „Chant“. „Durch diesen Gesang soll sich in der Seele vieles abklären, soll das Leben einfach rein, hell, stark und ruhig werden… Wo Chaos ist, soll Ordnung werden. Wo Leere, Fülle. Wo Traurigkeit, Heiterkeit. Der Gregorianische Choral ist so schön, weil er ein großes Ziel hat.“

Mit Blick auf den Besuch Benedikts XVI. im Stift Heiligenkreuz, der mittlerweile eine Jahr zurückliegt (vgl. Ansprache des Papstes), fährt Abt Gregor fort: „Als unsere Schola zu singen begann, ist er vor aller Welt in Meditation und Anbetung versunken. Er hat uns Mönche in Österreich ermutigt, durch unser gesungenes Gotteslob Zeugnis zu geben.“

Die neue CD, die pünktlich vor der Adventszeit erscheint, wird unter anderem übermorgen, Samstag, in der ZDF-Fernsehsendung „Wetten, dass...?“ vorgestellt werden. Als Gäste wird Thomas Gottschalk nämlich P. Philipp-Neri Gschanes (Bochum) und P. Karl Wallner (Heiligenkreuz) willkommen heißen. Sie sind für die Öffentlichkeitsarbeit der Zisterzienser in Deutschland und Österreich verantwortlich.

Gegenüber ZENIT kündigte P. Wallner an, dass die Brüder am Samstag vor den Millionen von Zuschauern ein Glaubenszeugnis ablegen, „Werbung für Gott“ machen wollten. Was sie tun werden, wenn sie ihre Wette verlieren, verriet der Rektor der Päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz allerdings noch nicht.

Es ist gut möglich, dass in „Wetten, dass...?“ auch über Wallners Buch Sinn und Glück im Glauben gesprochen werden wird, denn wegen der großen Nachfrage wurde es Ende August neu aufgelegt wurde. Es handelt sich um ein kraftvolles und aufgewecktes Plädoyer zur Wiederentdeckung der Glaubensfreude und bietet ganz allgemein Einblick in die Tiefen und Höhen des Christentums. Konkret werden all jene Dinge erörtert, die das christliche Leben schön und attraktiv machen: Gebet, Beichte, heilige Messe…

Was der Klappentext verspricht, kann der Leser in diesem Fall tatsächlich bestätigen: „Gerade Suchende steckt er (P. Karl Wallner) mit seiner eigenen Begeisterung an, so dass sie die Inhalte des katholischen Glaubens als befreiende und frohmachende Angebote Gottes für eine gelingende Zukunft erkennen können.“

Der Zisterzienser schreibt in seinem ersten „populärwissenschaftlichen“ Buch auch über den Wert des Rosenkranzgebetes, dessen Praxis sich im Monat Oktober ganz besonderer Beliebtheit erfreut. Der Name „Rosenkranzmonat“ kommt vom Mariengedenktag „Königin des Rosenkranzes“, der am 7. Oktober gefeiert wird.

„Als Jugendlicher habe ich durch den Rosenkranz beten gelernt“, bezeugte P. Wallner in einem älteren ZENIT-Interview über die ungebrochene Aktualität der Gesänge von Heiligenkreuz (vgl. Keine Fast-Food-Musik). „Wenn ich meine Freundschaft mit Jesus intensivieren möchte, dann knie ich mich vor dem Allerheiligsten nieder.“

Den Gregorianischen Choral bezeichnete er als eine „Gebetsform, in der es nicht um Anfangen oder Intensität geht“; er sei vielmehr „wie das ‚tägliche Brot’ – so kann man sein Leben lang singen! Die Herzensbeziehung zu Jesus ist dabei aber schon die Voraussetzung“.

Von Dominik Hartig