Heiliger Stuhl beschließt das Jahr 2011 mit einem Defizit von 14,9 Mio. Euro

Angestelltengehälter und Medienkosten größter Posten

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ROM, 6. Juli 2012 (ZENIT.org). – Der Vatikan hat das Finanzjahr 2011 mit einer negativen Bilanz abgeschlossen. Durch hohe Löhne und medienbezogene Ausgaben verbuchte der Kleinstaat 14,9 Millionen Euro Schulden. Kardinal Giuseppe Versaldi, Präsident der Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls,

veröffentlichte zusammen mit dem Kardinalskollegium zum Studium der organisatorischen und wirtschaftlichen Probleme des Heiligen Stuhls diese Berechnungen nach ihren Sitzungen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche. Ursache dieser Schulden sei der allgemeine negative Trend der globalen Finanzmärkte, der es unmöglich mache, die vorgesehenen Ziele zu erreichen, heißt es.

Der Vatikan hatte am 31. Dezember 2011 2.832 Angestellte.

Überschuss im Governatorat

Die Administration des Govenatorates wird gesondert untersucht und ist von den Einnahmen des Heiligen Stuhls unabhängig. Die Abrechnung schloss mit einem Überschuss von 21.843.851 Euro. Das Governatorat unterhält 1887 Angestellte. Ein großer Anteil der Einnahmen stammt von den Vatikanischen Museen, die 2010 82.400.000 und 2011 durch über fünf Millionen Besucher 91.300.000 Euro einnahmen. Mit Einnahmen dieser Größenordnung gleichen die Vatikanischen Museen den berühmtesten und wichtigsten Museen der Welt.

Der Peterspfennig, eine Spendensammlung unter den Gläubigen, stieg von 67.704.416 im Jahr 2011 auf 69.711.722 US-Dollar.

Einnahmen von Organisationen und Strukturen der Weltkirche (dem CC 1271 entsprechend) stiegen von 27.362.258 US-Dollar auf 32.128.675 im Jahre 2011.

Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens

 spendeten 1.194.217 US-Dollar, ein Anstieg von fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das Institut für die religiösen Werke (IOR) steuerte 49.000.000 Euro bei. [jb]