Heiliger Stuhl erinnert die UNESCO an den Stellenwert religiöser Kulturgüter

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PARIS, 29. April 2005 (ZENIT.org).-Der Heilige Stuhl hofft, dass die internationale "Konvention zum Schutz der Vielfalt von kulturellen Inhalten und künstlerischem Ausdruck" ("convention on the protection of the diversity of cultural contents and artistic expressions") der UNESCO zumindest die Bedeutung religiöser Objekte erwähnen wird.



Am Mittwoch brachte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen, Msgr Francesco Follo, anlässlich der Pariser Vollversammlung des Exekutivrats der UNESCO einen formalen Antrag ein, damit in der Präambel der entsprechenden Konvention, die gerade überarbeitet wird, auch auf die Bedeutung jener Kulturgüter hingewiesen werde, die von religiösem Interesse sind.

Die internationale Gemeinschaft müsse Kulturgüter von religiösem Interesse als wesentlichen Bestandteil des kulturellen und künstlerischen Welterbes anerkennen. Dabei handle es sich um eine Frage, die mit "objektiven Aspekten der kulturellen Vielfalt" zu tun habe, betonte Msg. Follo.

"Es gehört einfach gesagt, dass die Konvention weder diese Art Güter noch deren besonderen Charakter berücksichtigt", fügte er hinzu.

Auf der Vollversammlung bat er darum, "dem religiösen Aspekt" größere Bedeutung beizumessen. Im Leben der Menschen sei dieser Aspekt "nicht nur ein einfaches Anhängsel, sondern ein Bstandteil ihrer rechtmäßigen Bestrebungen".