Heiliger Stuhl: Souveränitätsrechte müssen gewahrt bleiben

Pressemitteilung zur Causa Prof. Gotti Tedeschi

| 703 klicks

VATIKANSTADT, 11. Juni 2012 (ZENIT.org). – Der Heilige Stuhl hat am 8. Juni 2012 folgende Erklärung abgegeben:

Der Heilige Stuhl hat mit Überraschung und Besorgnis die jüngsten Ereignisse zur Kenntnis genommen, in die Prof. Gotti Tedeschi involviert war. Er setzt seine größte Hoffnung auf die Autorität der Italienischen Rechtsprechung, dass die vorrangigen Souveränitätsrechte des Heiligen Stuhls nach internationaler Ordnung adäquat anerkannt und resperktiert werden.

Der Heilige Stuhl bekräftigt sein uneingeschränktes Vertrauen in die Menschen, die ihre Arbeit mit Engagement und Professionalität dem IOR („ Institut für religiöse Werke“) widmen und wird mit größter Sorgfalt die mögliche Schädlichkeit der Umstände im Hinblick auf ihre eigenen Rechte und ihre Organe untersuchen.

Wir betonen schließlich, dass der Misstrauensantrag gegen Prof. Gotti Tedeschi durch den Verwaltungsrat aus sachlichen Gründen im Zusammenhang mit der Leitung des Instituts gestellt wurde und nicht von einem vermeintlichen Widerstand gegen die Linie der Transparenz bestimmt war, die der Autorität des Heiligen Stuhls ebenso wie dem Institut selber am Herzen liegt.[jb]