Heiliger Stuhl unterstützt Entschiedenheit und Offenheit bei Missbrauch

Kardinal Kasper: Es gibt „keinerlei Rechtfertigung, keine Toleranz"

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ROM, 8. März 2010 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl unterstützt die Diözese Regensburg in ihrer Politik, bei bei Missbrauchsfällen entschiedener durchgreifen zu wollen und die „schmerzhaften Vorgänge" offen analysieren zu wollen. „Möglichen Opfern soll Gerechtigkeit widerfahren", kommentierte die Tagesausgabe des "Osservatore Romano" in seiner gestrigen Onlineausgabe.

Der Heilige Stuhl sei "dankbar für das Bemühen um Klarheit innerhalb der Kirche", so die Stellungnahme. Zugleich wünsche man, "dass ebensolche Klarheit auch in anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen geschaffen wird, wenn das Wohl der Kinder wirklich allen am Herzen liegt", so das halboffizielle Nachrichtenorgan des Vatikans.

Die Reaktion von Kurienkardinal Walter Kasper, der mit "tiefer Enttäuschung, Schmerz und sehr großem Zorn" auf die Nachrichten über Missbrauchsfälle in Deutschland reagiert habe, wurde über die italienische Tageszeitung "La Repubblica" in die deutschen Medien transportiert. Die Kirche solle "Klarheit schaffen", die Verantwortlichen vor Gericht bringen und die Opfer entschädigen, so die Forderung des deutschen Kardinals.

Angesichts so schwerer Verbrechen an unschuldigen Minderjährigen gebe es "keinerlei Rechtfertigung, keine Toleranz", so Kasper. "Es handelt sich um verabscheuungswürdige Verbrechen, die mit absoluter Entschlossenheit verfolgt werden müssen". Im Blick auf den angekündigten Brief von Papst Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal in der irischen Kirche sagte Kasper, das Problem verdiene eine umfassendere Analyse, die die Weltkirche einschließe und nicht nur eine einzelne Nation.