Heiliger Vater lädt dazu ein, die eigene Taufgnade tiefer zu erfassen

Papstworte zum Angelus am Fest der Taufe des Herrn

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ROM, 10. Januar 2005 (ZENIT.org).- Die Wiederentdeckung der Taufe, davon ist der Heilige Vater fest überzeugt, ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Neuevangelisation, eines der Hauptanliegen seines 26-jährigen Pontifikats.



Wie das "messianische Amt" Christi, das im Ostergeheimnis seine Erfüllung fand, mit dessen Taufe durch Johannes im Jordan begonnen habe, so beginne "die Sendung des Christen mit der Taufe", verkündete der Papst vor dem traditionellen Angelusgebet diesen Sonntag.

"Deshalb ist die Wiederentdeckung der Taufe durch geeignete Wege der Erwachsenenkatechese ein bedeutender Aspekt der Neuevangelisierung“, sagte er. Das Fest der Taufe des Herrn war für ihn Anlass, zu einer Neubesinnung über die eigene Taufgnade aufzurufen: Die eigene Glaubenszugehörigkeit auf reifere und tiefere Weise zu erneuern sei "Voraussetzung für eine wahrhaftige und vollkommene Teilnahme an der Eucharistiefeier, die den Höhepunkt des kirchlichen Lebens ausmacht", so der Papst vor zahlreichen Gläubigen aus aller Welt.

Auf die Fürsprache der Jungfrau Maria erbat der Bischof von Rom für alle, "die durch die Taufe 'in Wasser und Geist' neugeboren sind", die Gnade, wie Christus "im täglich praktizierten Liebesgebot ihr Leben fortwährend Gott zu schenken und so das jedem Getauften zukommende allgemeine Priestertum auszuüben".

Nach dem gemeinsamen Gebet des "Engel des Herrn" gestand der Heilige Vater, dass er am Tauffest Jesu besonders an die Kinder denke, "die im Laufe des vergangenen Jahrs getauft wurden. Ich umarme und segne sie". Auch allen Eltern und Paten galt dieser päpstliche Segen. Sie und alle rief er abschließend dazu auf, den Neugetauften mit Wort und Beispiel voranzugehen und in ihnen "den Keim des göttlichen Lebens, der im Sakrament der Taufe entsprungen ist", zu pflegen und zur Entfaltung zu bringen.

[Übersetzung der italienischen Originalzitate durch Zenit]