Heiliger Vater ruft zur Wiederentdeckung des Sonntags auf

Eucharistie im Mittelpunkt seiner Ansprache zum Angelusgebet am Dreifaltigkeitssonntag

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ROM, 23. Mai 2005 (ZENIT.org).- Alle Pfarren lud Papst Benedikt XVI. am Dreifaltigkeitssonntag dazu ein, die Schönheit des Tags des Herrn wiederzuentdecken.



Bei seinem traditionellen Treffen mit den Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom brachte der Heilige Vater vor dem Angelusgebet am Dreifaltigkeitssonntag seine Verbundenheit mit den Teilnehmern des italienischen Eucharistischen Kongresses zum Ausdruck. Das Treffen, das mit einem Abschlussgottesdienst des Papstes am kommenden Sonntag abgeschlossen werden soll, findet seit Samstag in der süditalienischen Stadt Bari statt.

Ziel der ersten (inneritalienischen) Pastoralreise von Benedikt XVI. sei die Verehrung von Jesus Christus im Altarsakrament, damit "in der italienischen Kirche eine neue Begeisterung für Glauben, Hoffnung und Liebe entstehen möge", erklärte der Papst am Sonntag in seiner Ansprache.

In diesem "Jahr der Eucharistie", das im Oktober mit einer Bischofssynode in Rom zu Ende gehen wird, sei der italienische Eucharistische Kongress von besonderer Bedeutung. Denn er helfe dabei, dass sich das christliche Volk um Christus scharrt, "der im allerheiligsten Altarsakrament gegenwärtig ist". Deshalb sei die Eucharistie auch tatsächlich "Quelle und Höhepunkt" des Lebens und der Sendung der Kirche und all ihrer Mitglieder.

Ganz besonders die Pfarren rief Benedikt XVI. dazu auf, "die Schönheit des Sonntags, des Tags des Herrn, wiederzuentdecken". An jedem ersten Tag der Woche erneuerten nämlich die Jünger Christi immer wieder neu "in der Eucharistie die Gemeinschaft mit dem Einen, der ihren Freuden und Mühen eines jeden Tages Sinn gibt".

Jeden Glaubenden erinnerte der Heilige Vater an die Pflicht, das Bekenntnis der 49 Märtyrer von Abitene zu wiederholen, das dem Eucharistischen Kongress in Bari als Motto dient: "Ohne Sonntag können wir nicht leben."

"Auch wir sind heute dazu berufen, diesen Ruf zu wiederholen", sagte der Heilige Vater.

Vor dem gemeinsamen Gebet des Angelus vertraute er der Jungfrau Maria "alle Kinder, Jungendlichen und junge Menschen" an, "die in dieser Zeit ihre Erstkommunion oder das Sakrament der Firmung erhalten".

Den italienischen Eucharistischen Kongress eröffnete am vergangenen Samstag Kardinal Camillo Ruini, Generalvikar der Diözese Rom, in seiner Funktion als päpstlicher Sondergesandter mit einer Gebetsvigil auf Baris Piazza Libertà, der rund 5.000 Menschen beigewohnt hatten. Am Sonntag darauf wurde dort die Heilige Messe gefeiert. In seiner Predigt betonte Kardinal Ruini, dass die Eucharistie wirklich "das Herzstück der Kirche, Nahrung und Seele jedes Christen" sei.