Heiliges Land: Abkommen über die Wasserverteilung zwischen Israel, Jordanien und der Palästinenserbehörde

Generaldirektor der Caritas Jerusalem begrüßt das in Washington unterzeichnete Übereinkommen

Rom, (Fides) | 233 klicks

„Ich freue mich sehr, denn ich habe mir eine solche Absprache seit Jahren gewünscht, damit wir das Tote Meer retten können, das tatsächlich im Sterben liegt“, so der Generaldirektor Caritas Jerusalem Pfarrer Raed Abusahliah in einem Kommentar für den Fidesdienst zu dem am 9. Dezember in Washington von Vertretern Israels, Jordaniens und der Palästinenserbehörde unterzeichneten Abkommen über die Wasserverteilung in der Region, die das Austrockenen des Toten Meeres verhindern soll. „Sollte für Palästina mehr Wasser zur Verfügung stehen, dann wird sich das positiv auf das Leben der Menschen auswirken, da vor allem in den palästinensischen Gebieten Wasserknappheit herrscht“, so Pfarrer Raed Abusahliah weiter. „Außerdem“, so der palästinensische Geistliche, „erkennt das Abkommen im Grunde auch die Souveränität der Palästinenserbehörde, die als Partner an den Verhandlungen teilnahm, über den nördlichen Teil des Toten Meeres an. Ich wünsche mir, dass man nach diesem Abkommen gemeinsame Lösungen auch für andere Probleme finden wird, von denen alle betroffen sind.“ 

Dem Abkommen über die Verteilung des Wassers gingen elfjährige Verhandlungen voraus. Es sieht vor, dass rund 200 Millionen Kubikmeter Wasser in die Regionen gepumpt werden, in denen Wasserknappheit herrscht. Ein Teil dieses Wassers soll auch in das Tote Meer fließen, das ansonsten bis zum Jahr 2050 vollkommen austrockenen könnte.

Die Vereinbarungen wurden beim Sitz der Weltbank unterzeichnet, die das Projekt als Partnerorganisation unterstützt. „Wir haben gezeigt, dass man trotz der politischen Probleme zusammenarbeiten kann“, so der palästinensische Minister Shaddad Attili anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens, in dessen Rahmen Israel 20 bis 30 Millionen Kubikmeter in der staatlichen israelischen Kläranlage in Mekorot aufbereitetes Wasser liefern wird. (GV)

(Quelle: Fidesdienst 10/12/2013)