Heiliges Land: Besucherzahlen wie im Jahr 2000

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JERUSALEM, 11. April 2006 (ZENIT.org).- In den Tagen vor Ostern verzeichnet das Heilige Land einen wahren "Pilgerboom". Das hat Athanasius Macora, Leiter des Pilgerbüros des Franzsikanerordens, vor kurzem gegenüber der Nachrichtenagentur "SIR" der italienischen Bischofskonferenz festgestellt.



Nach Angaben des Priesters wird es sich in diesem Jahr um "das meistbesuchte Osterfest seit dem Ausbruch der zweiten Intifada im September des Jahres 2000" handeln. Das Büro, das P. Macora leitet, organisiert die Teilnahme der Pilger an den verschiedenen liturgischen Feierlichkeiten, die in der Karwoche und zu Ostern an den Heiligen Stätten angeboten werden.

"Angesichts der zahlreichen Mess-Nachfragen gehen wir davon aus, dass sich bereits mehr als 25.000 Pilger in Jerusalem aufhalten. Und im Lauf der Karwoche werden noch mehr Menschen kommen."

Die Hotels seien ausgebucht, viele Besucher hätten sich in Bethlehem einquartiert. Bereits jetzt müssten die Menschen beim Besuch des Kalvarienbergs oder anderer Heiliger Stätten Schlange stehen, fuhr der Franziskanerpater fort. "Und ab nächsten Freitag werden dann auch die Orthodoxen kommen, um ihr Osterfest zu feiern, das auf Sonntag, den 23. April, fällt."

Neben zahlreichen Besuchern aus Europa seien in Jerusalem/Palästina vor allem "Nigerianer, Koreaner und Amerikaner" anzutreffen sowie "gewöhnliche Touristen, die von den historischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten dieses Landes angezogen werden".

Die Pilger besuchten das Heilige Land nicht nur während der Osterzeit, allerdings setzten sie gewisse Stabilität und Sicherheit voraus. Diesbezüglich betonte P. Athanasius Macora: "Die Pilger sind auf keinen Fall ein Ziel von Anschlägen, sie können sich völlig sicher bewegen."