Heiliges Land: Sprengsatz gegen katholische Pfarrei in Gaza

Auf den Mauern Drohschriften gegen Christen hinterlassen

Rom, (ZENIT.org) | 208 klicks

In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar zündeten Unbekannte einen Sprengsatz in der katholischen Kirche im Stadtviertel Gaza in Zeitun. Bei der Explosion kamen weder Personen zu Schaden noch wurden materielle Schäden verursacht. Die Wände der Mauern wurden mit Drohschriften gegen Christen beschmiert. 

„Die Lage ist ernst”, so Bischof William Shomali vom lateinischen Patriarchat Jerusalem; „doch der Pfarrer und seine Mitarbeiter werden sich auch künftig in den Dienst der Menschen in Gaza stellen und sich nicht einschüchtern lassen. Die Regierung der Hamas verurteilte unterdessen das Attentat. Vertreter der Hamas bekundeten ihre Solidarität und die Absicht, sofortige Ermittlungen gegen die Täter auf den Weg zu bringen. Dies beruhigt uns”. 

Auch das Palästinensische Menschenrechtszentrum (PCHR) verurteilte das Attentat und forderte umfassende Ermittlungen gegen die Attentäter. 

Es ist nicht das erste Attentat gegen Christen in dem seit 2007 von der islamistischen Hamas-Organisation regierten Gazastreifen: 2011 wurde ein Sprengstoffattentat auf den Leiter des örtlichen anglikanischen Krankenhauses verübt, der bei dem Anschlag unverletzt blieb. (GV)

(Quelle: Fides 28/2/2014)