Helikopter des Papstes wird am Dienstagmorgen in der Zeltstadt Onna erwartet

Tausende von Erdbebenopfer und Helfern in den Abruzzen werden ihm persönlich begegnen

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ROM, 23. April 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wird am kommenden Dienstag mit dem Hubschrauber gegen 9.30 Uhr in der Nähe der Zeltstadt in Onna landen, wo er die Betroffenen des Erdbebens in den Abruzzen besucht und für die Verstorbenen betet.

Um 10.00 Uhr wird er im Auto nach L’Aquila weiterfahren und in der Basilika von Collemaggio die Urne von Papst Celestino V. besuchen und dort als Zeichen seiner Würdigung für den historischen Vorgänger im Petrusdienst ein Päpstliches Pallium niederlegen. Das Pallium ist ein Amtsabzeichen des römischen Papstes, das als ein ringförmiges, breites Band, eine Art Stola, über dem Messgewand getragen wird.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Studentenheim und der Begegnung mit einer Gruppe von Stundeten wird der Papst die Kaserne der Finanzpolizei in Coppito besuchen. Auf dem Vorplatz der Kaserne wird er den Bürgermeistern und Pfarrern der vom Erdbeben betroffenen Orte begegnen, um gegen 11.00 Uhr eine Ansprache an die Bürger und die Hilfskräfte halten. Anschließend wird der Papst mit den Gläubigen das Regina Caeli betet.

Vor der Staute der Madonna von Roio, Unserer Lieben Frau vom Kreuz, die eigens zu diesem Anlass vor Ort gebracht wird, wird der Papst eine goldene Rose niederlegen. Die Verabschiedungszeremonie soll gegen 12.00 Uhr erfolgen. Bei der Heimreise mit dem Hubschrauber wird Benedikt XVI. über die vom Erdbeben betroffenen Gebiete fliegt.

Das verheerende Erdbeben vom 6. April forderte 296 Menschenleben. Rund 1.500 Menschen wurden verletzt und mehr 55.000 Personen obdachlos.