„Hermosura“: Erster Kirchenmusik-Wettbewerb mit Texten karmelitischer Mystiker

Gesucht wird ein „Repertoire von Kirchenmusik voller Schönheit“

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ROM, 6. September 2007 (ZENIT.org).- Die Vereinigung des Theresianischen Karmels in Italien („Carmelo Teresiano in Italia“) veranstaltet den ersten internationalen Wettbewerb für karmelitische Kirchenmusik. Ziel des Wettbewerbs, der den Namen Hermosura trägt, ist die Vertonung von Texten der großen Mystiker des Karmels.



Die Organisatoren erhoffen sich vor allem in jenen Ländern großes Interesse, in denen die Schriften der karmelitischen Mystiker nicht nur religiöses Interesse erwecken, sondern zum literarischen Kulturerbe zählen. Der heilige Johannes vom Kreuz werde unter anderem in Spanien auch aufgrund seiner literarischen Geistesgröße studiert, erklärte Luca Garbini gegenüber ZENIT. Garbini ist der künstlerische Leiter des Musikwettbewerbs.

Er bekräftigte, dass sich die Teilnehmer ausschließlich an die in den Vorschriften angegebenen Texte halten müssten. Darunter befinden sich: „Die lebendige Liebesflamme“ des heiligen Johannes vom Kreuz, „Nichts verwirre dich“ („Nada te turbe“) der heiligen Teresa von Avila, „Die Geschichte einer Seele“ der heiligen Therese vom Kinde Jesu und „Wer bist du, wahres Licht?“ der heiligen Teresia Benedikta vom Kreuz (Edith Stein).

Diese Texte seien aufgrund ihrer „Musikalität“, aber auch aufgrund ihres „besonderen geistlichen Gehalts“ ausgewählt worden. Nach Worten Garbinis sollten die Texte dazu beitragen, „zu einem neuen Repertoire von Kirchenmusik zurückzufinden, das voller Schönheit ist“.

Die Texte werden den Interessenten in der Originalsprache und in italienischer Übersetzung zugesandt. Musiker aus aller Welt, die vor dem 1. Januar 1985 geboren sind, können sich am Wettbewerb beteiligen.

Die eingereichten Kompositionen dürfen nicht länger als zehn Minuten dauern. Die Teilnahme an mehreren Kategorien gleichzeitig ist gestattet.

Bei der ersten Kategorie handelt es sich um Kompositionen für vierstimmigen Chor mit Orgelbegleitung (Preisgeld 700 Euro). In der zweiten Kategorie werden Kompositionen für einen vierstimmigen A-Cappella-Chor angenommen (Preisgeld 500 Euro).

Dritte Kategorie: ein- oder mehrstimmige Lieder, die von Orgel, Gitarre oder Flöte begleitet werden und – zumindest teilweise – auch von einer Kirchengemeinde gesunden werden können (Preisgeld 400 Euro).

Bei der vierten Kategorie geht es um Werke, die in der Pastoral und bei der Evangelisierung zum Einsatz kommen können und leicht auszuführen sind (Preisgeld 300 Euro).

Die Kompositionen sollten bis zum 31. März 2008 eingereicht werden. Das Abschlusskonzert und die Preisverleihung werden im Juni 2008 stattfinden.

[Alle Informationen unter hermosura@ocd.it]