Herz und Organisation des Ökumenischen Kirchentages arbeiten unter Hochdruck

„Ökumenische Exerzitien im Alltag“: „Zur Hoffnung gesandt“

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Angela Reddemann

MÜNCHEN, 21. Januar 2010 (ZENIT.org).- Die Vorbereitungen des 2. Ökumenischen Kirchentags in München (12.- 16. Mai 2010) schreiten in einem Klima positiver Zusammenarbeit voran. Hatte das Präsidium im März 2009 noch ein grobes Thementableau mit 40 Themenfeldern verabschiedet, so arbeiten nun knapp 60 Projektkommissionen, mit jeweils etwa 10 Mitgliedern, unter Hochdruck an der Ausarbeitung der etwa 3000 Einzelveranstaltungen, informierte das „Koordinationsbüro für den Ökumenischen Kirchentag 2010“ in seiner jüngsten Aussendung.

Mit Blick auf die geistliche Vorbereitung des größten deutschen ökumenischen Treffens, werden in diesem Jahr für die Fastenzeit „Ökumenische Exerzitien im Alltag“ angeboten. Die Exerzitien wurden vom Erzbischöflichen Ordinariat München und dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis München und Oberbayern gestaltet. Das verheißungsvolle Thema lautet: „Zur Hoffnung gesandt“.

Sie sollen als bundesweit beachtetes Modell gerade zum Abschluss der Vorbereitung noch einmal einen besonderen Akzent setzen, so die Veranstalter. Die geistliche Ökumene wird so als „Herz“ der ökumenischen Bewegung, neben aller wichtigen organisatorischen Vorbereitung, in den Mittelpunkt gestellt.

Die fünf Wochen zwischen Ostern und dem Ökumenischen Kirchentag sollen ebenfalls in den Pfarreien durch besondere ökumenische Gebete akzentuiert werden.

Bei der Organisation setzen die Veranstalter auf die großzügige Kooperation mit dem bayrischen Freistaat und der Stadt München. Durch die Bereitstellung von Gemeinschaftsunterkünften in über 400 Schulen konnte die Unterbringung von rund 70.000 Teilnehmern gesichert werden.

Die Ortsplanung für die Veranstaltungen des 2.ÖKT hat unterdessen wichtige Fortschritte gemacht: Zentrale Veranstaltungsorte werden demnach die gesamte „Messe München“ einschließlich des ICM sein. Dort werden die wichtigsten Großveranstaltungen (Hauptvorträge, Podien, Foren), wichtige Zentren (z. B. das Geistliche Zentrum), sowie die „Agora“ mit weit über 800 Ständen verschiedenster Gruppen ihren Ort finden.

Das Olympiagelände der bayrischen Hauptstadt wird das „Zentrum Jugend“ beherbergen, das mit etwa 10.000 Teilnehmern und weiteren großen Einzelveranstaltungen, der größte Veranstaltungsmittelpunkt sein wird.

Die Münchner Innenstadt soll durch zahlreiche Bühnen und Präsentationsstände auch für Außenstehende deutlich vom 2. Ökumenischen Kirchentag geprägt sein. So rückt das „Zentrum Soziale Arbeit“, das im Alten Münchener Rathaus eingerichtet wird, ins unmittelbare Zentrum der Stadt.

Als Hauptzelebranten und Prediger des Zentralen Eröffnungsgottesdienstes auf dem Gelände der Theresienwiese am Mittwoch, den 12. Mai sind derzeit die beiden Bischöfe der Gastgeberkirchen, Erzbischof Am Reinhard Marx und Landesbischof Johannes Friedrich, vorgesehen.

Zum Abschlussgottesdienst auf der weltbekannten „Theresienwiese“, die jährlich das Oktoberfest beherbergt, werden bis zu 200.000 Teilnehmer erwartet. Zelebranten und Prediger sind der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof R. Zollitsch und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland Bischöfin M. Käßmann.

Im Vorfeld dieses ökumenischen Wortgottesdienstes wird Erzbischof Reinhard Marx in St. Paul mit anderen katholischen Bischöfen eine Eucharistiefeier zelebrieren, die katholischen Teilnehmern die Möglichkeit zum Eucharistieempfang gibt, bewusst aber nicht als zweiter Abschlussgottesdienst dimensioniert sein soll.