Heute regiert das Geld und nicht der Mensch

Papst appelliert, sich der verschwenderischen Gesellschaft zu widersetzen

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 509 klicks

Papst Franziskus widmete die heutige Katechese während der Generalsaudienz dem Weltumwelttag. Ein Anlass, so der Papst, um über die Dringlichkeit der Verhinderung von Verschwendung und Zerstörung von Lebensmitteln nachzudenken. Er berief sich dabei auf das Buch Genesis (Gen 2,15) und ging der Frage nach, inwiefern der Mensch die Erde tatsächlich „bebaue und bewahre“.

[Wir dokumentieren die offizielle deutsche Zusammenfassung seiner Ansprache:]

Liebe Brüder und Schwestern, heute am Weltumwelttag wollen wir der Frage nach der Bewahrung der Schöpfung nachgehen und dabei den Auftrag Gottes an den Menschen im Buch Genesis bedenken, die Erde zu bebauen und zu hüten (vgl. 2,15). Benedikt XVI. hat uns oft daran erinnert, den Rhythmus und die Logik der Schöpfung zu beachten, die vertikale Dimension der Liebe Gottes mit dem Menschen. Umweltschutz schließt somit auch eine Ökologie des Menschen mit ein. Wir durchleben gerade eine Zeit der Krise, in der auch der Mensch selbst in Gefahr ist. Es ist nötig, auf seine wahren Nöte aufmerksam zu machen und Lösungen zu erschließen. Wir dürfen keine „Wegwerfgesellschaft" sein, die das menschliche Leben geringschätzt, wenn es vor seiner Geburt lästig wird oder im Alter scheinbar nicht mehr nützt. Der Konsumismus hat uns verschwenderisch mit Ressourcen und Lebensmitteln gemacht, während zugleich viele Menschen nicht das Nötigste zum Leben haben. Ich wünsche mir, dass wir die Kultur des Verschwendens und Wegwerfens überwinden und wieder neu eine Kultur der Solidarität und des Miteinanders leben.

[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grüße verlesen:]

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache. Wir alle sind gerufen, die Welt, die Gott geschaffen hat, als schönen Garten zu bebauen und zu hüten, in dem alle Menschen wohnen können. Der Heilige Geist gebe uns Einsicht und gute Ausdauer, dass wir Werkzeuge der Liebe Gottes auf dieser Erde werden. Ich wünsche euch allen einen guten Aufenthalt in Rom.

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