Hilfe für die Christen im Irak

„Kirche in Not“ stellt 30.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung

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MÜNCHEN, 17. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Das weltweite katholische Hilfswerk Kirche in Not stellt 30.000 Euro Soforthilfe für die christlichen Orte in der Nähe der irakischen Stadt Mossul bereit. Das geschehe aufgrund dringender Bitten der dortigen Bischöfe, gab das Hilfswerk in München bekannt.



Das Geld soll vor allem für Nahrung, Obdach und medizinische Hilfe verwendet werden. Wegen des drohenden Winters sei das besonders dringlich. Nachdem die christlichen Bischöfe der Region vor einer humanitären Katastrophe gewarnt hätten, habe das Hilfswerk die Mittel für die christlichen Städte und Dörfer in der Ninive-Ebene um Mossul bewilligt, wo sich derzeit die Vertriebenen in großer Zahl sammelten. Zufluchtsorte seien zum Beispiel Karakosch, Karamles, Alkosch und Dohuk.

Auf dem Höhepunkt des christlichen Exodus aus Mossul am vergangenen Wochenende sind nach Informationen der Gründung von Pater Werenfried van Straaten mehr als tausend Familien innerhalb von 24 Stunden aus ihrer angestammten Heimat geflohen. Mossul sei damit bald völlig ohne Christen.

Begonnen hatte der Wegzug der Christen aus der zweitgrößten Stadt des Iraks im September, nachdem islamistische Extremisten eine Gewaltkampagne begonnen und Menschen unter Todesandrohung bedrängt hatten, zum Islam zu konvertieren. Etwa zwanzig Christen seien seither umgebracht und viele Häuser gesprengt worden. Durch Anrufe und Briefe seien die Christen außerdem bedroht worden.