Hilfsappell der Caritas für die 2,5 Millionen Flutopfer in Indien

Nahrung und medizinische Versorgung für 270.000 Menschen, Bergung der Eingeschlossenen

| 1049 klicks

ROM, 4. September 2008 (ZENIT.org).- Caritas Internationalis ruft zur Unterstützung der indischen Flutopfer auf. 6,6 Millionen US-Dollar will die weltweite Hilfsorganisation auftreiben, damit den mehr als 2,5 Millionen Binnenflüchtlingen wirksam geholfen werden kann.



Am 18. August war im nordindischen Bundesstaat Bihar nach heftigen Regenfällen der Fluss Kosi über die Ufer getreten, was zu katastrophalen Überschwemmungen führte. Zwischen 60.000 und 80.000 Menschen sind nach Angaben der Caritas immer noch von den Wassermassen eingeschlossen; viele von ihnen suchen auf Dächern und Bäumen Zuflucht.

Zu den Hilfsprojekten, die die Caritas finanzieren will, gehört es neben der Einrichtung von Zeltstädten und 300 mobilen Gesundheitsstationen, 270.000 Menschen mit Nahrungsmittel zu versorgen. Außerdem soll unter den betroffenen Familien und Gemeinden für Hygiene gesorgt werden.

Alle Anzeichen deuteten auf eine rasche Verschlimmerung der Situation hin, erklärte gestern, Mittwoch, der Geschäftsführer von Caritas Indien, P. Varghese Mattamana. Die Evakuierung all derer, die noch in Gefahr sind, sei dringend erforderlich. Die von der Umwelt abgeschnittene Bevölkerung könne nur dank Hilfe von außen überleben. Die Caritas verfügt gegenwärtig über 22 Boote zur Bergung von Überlebenden.

Die massiven Überflutungen haben nach Worten von P. Mattamana die Wohnsituation in Nordindien völlig verändert, denn die Wassermaßen seien nun auch in Gebiete vorgedrungen, die bisher als „relativ sicher“ angesehen worden seien.