Hilfswerke helfen Opfern der Flutkatastrophe in Mexiko

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BERLIN, 6. November 2007 (ZENIT.org).- Auch wenn das Hochwasser in der mexikanischen Region zurückgeht, „ist die Situation für die Menschen nach wie vor dramatisch“, bekräftigte heute Misereor -Länderreferent Juan Josi.



Noch gestern habe er mit den Partnern vor Ort telefoniert, berichtete er. „Ihr Büro in Villa Hermosa in der Region Tabasco steht vollständig unter Wasser.“ Die Partnerorganisation CODEHUTAB und die Diözese St. Cristobal de Las Casas werden mit jeweils 20.000 Euro Nothilfe, die Misereor bisher zur Verfügung gestellt hat, in den am stärksten betroffenen Bundesstaaten Tabasco und Chiapas Medikamente, Nahrungsmittel, Trinkwasser, Kleidung und Material für Notunterkünfte besorgen und an die Bevölkerung verteilen.

Die eigentliche Arbeit werde aber erst nach der unmittelbaren Nothilfe beginnen und voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, hat für die Flutopfer in Tabasco bisher 250.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt, darunter Gelder der Deutschen Bundesregierung. Hunderte einheimische Caritas-Helfer sind im Katastrophengebiet rund um die Uhr im Einsatz, richten Notunterkünfte ein und verteilen Hilfsgüter.

Lang andauernde Regenfälle hatten in der vergangenen Woche die schwersten Überflutungen seit mehr als 50 Jahren verursacht; der Durchzug des tropischen Wirbelsturms Noel verschärfte die angespannte Lage zusätzlich. Rund eine Millionen Mexikaner sind obdachlos, und 300.000 Menschen sitzen seit Tagen in ihren von den Wassermassen eingeschlossenen Häusern und Wohnungen fest. Trinkwasser- und Nahrungsmittelvorräte gehen zur Neige. Im Bundesstaat Tabasco, der zu 80 Prozent unter Wasser steht, droht das Ausbrechen von Seuchen, was nur durch schnelle Hilfe verhindert werden könne, betonte Oliver Müller, Leiter von Caritas international, vor zwei Tagen in Freiburg.

„Wir haben der Caritas Mexiko unsere volle Unterstützung zugesichert und rufen die Menschen hier zur Solidarität mit den Betroffenen im Süden Mexikos auf, die durch die Überschwemmungen nicht nur Hab und Gut sondern auch ihre Existenzgrundlage verloren haben.“