Hin zu den Menschen am Rande

„Diakonische Spiritualität“: Diakone aus 30 Ländern tagen in Wien

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WIEN, 25. März 2009 (ZENIT.org).-Die „Internationale Studienkonferenz katholischer Diakone“ findet in diesem Jahr mit rund 200 Teilnehmern aus 30 Ländern vom 26. bis zum 29. März im Wiener Kardinal-König-Haus unter dem Titel „Diakonische Spiritualität“ statt.

Mit der Internationalen Studienkonferenz katholischer Diakone wolle man, „die ursprüngliche enge Verbundenheit des auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wieder zu entdeckten und das Amt des Ständigen Diakons mit den Diensten der Caritas neu beleben“, erklärten die Veranstalter, das Internationale Diakonatszentrum (IDZ).

Vor diesem Hintergrund erhoffen sich die Kongressteilnehmer in Wien deutliche Impulse von prominenten Gästen, wie dem Erzbischof der südafrikanischen Diözese Durban, Kardinal Wilfrid Fox Napier, und dem Erzbischof der indischen Diözese Mumbai, Kardinal Oswald Gracias über die diakonische Seelsorge unter Menschen am Rande sprechen wird.

Kardinal Napier gilt als Förderer des Diakonenamtes. Auch Kardinal Gracias von Mumbai erkennt in einem diakonischen Profil angesichts immenser sozialer Verwerfungen in Indien ein zukunftsfähiges Entwicklungsmodell für die Kirche.

Die nur alle vier Jahre einberufene Konferenz der Diakone tagte erstmals1965 in Rom unter dem Motto „Diakon in Kirche und Welt von heute“.

Zu den Referenten gehören weitere katholische Bischöfe, Theologen und Vertreter anderer Konfessionen. Die Fäden für dies Treffen von Weltrang liefen in der deutschen Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammen.

Das dort ansässige Internationale Diakonatszentrum (IDZ), dessen Protektor Bischof Gebhard Fürst ist, organisierte die Zusammenkunft. Bischof Fürst hält am 28. März einen Vortrag unter dem Titel „Wie und wovon werden Diakone morgen geistlich leben?“

Eines der Ziele der Konferenz ist nach den Worten des IDZ-Geschäftsführers Erik Thouet, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Kirche immer diakonischer werden soll. Eine solche Entwicklung sei ganz im Sinne von Bischof Fürst, der sich für eine diakonisch-missionarische Kirche ausspricht. „Diakone stehen für eine eindeutige Option der Kirche für die Armen, für die Menschen am Rande“, so Thouet. Zu diesem Zweck pflegt das IDZ internationale Kontakte auf allen Kontinenten. „Diakone gehen dorthin, wo Kirche sonst eher nicht hingeht“, betont Thouet.

Derzeit gibt es rund 36.000 Ständige Diakone in 130 Ländern, die meisten davon in Europa, USA und Kanada. Der Anteil der Diakone außerhalb dieser Regionen macht nur 2 Prozent aus. Bischöfe etwa in Asien –143 Diakone weist dort die Statistik aus -und in Afrika erkennen mehr und mehr, dass diakonische Arbeit der Kirche der Weg der Zukunft sein wird. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent gibt es nur 380 Diakone.