Hl. Isidro von Madrid

Schutzheiliger des WJT vorgestellt

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MADRID, Mittwoch, 17. August 2011 (ZENIT.org/WJT 2011). – Der WJT hat viele Fürsprecher im Himmel. Offizielle steht er unter dem Schutzpatronat der folgenden Heiligen: hl. Johannes vom Kreuz, hl. Ignatius von Loyola, hl. Franz Xaver, hl. Isidor von Madrid, hl. Maria Toribia, Hl. Rafael Arnaiz, hl. Johannes von Avila, hl. Teresa von Avila, hl. Rosa von Lima, sel. Johannes Paul II.

Einer der weniger bekannten Persönlichkeiten dieser Liste, ist der hl. Isidro von Madrid. Er ist der Schutzheilige der Landarbeiter und Diplomlandwirte. Als Schutzpatron der Landwirtschaftsingenieure der ganzen Welt wurde er 1082 in Madrid geboren. Sohn einer einfachen Familie, der nach Torrelaguna, einer Gemeinde im Norden des Landstrichs zog angesichts des drohenden Einfalls der Moslems. Dort heiratete er eine einfache Bäuerin, die Santa María de la Cabeza werden sollte. Zehn Jahre später kehrt er in sein Geburtsland zurück, wo er im Dienst des Aristokraten Juan Vargas arbeitete.
 
Der heilige Isidro verstand es, sein Arbeitsleben mit dem Gebet zu vereinen. Seine Tugend ist von Gott, Nächstenliebe und rechtschaffener Arbeit durchwirkt. Er stand in aller Frühe auf um eine Weile Gebete zu verrichten, und begann nie seinen Arbeitstag, ohne vorher die Heilige Messe zu besuchen. Daher klagten ihn seine neidischen Arbeitskollegen bei seinem Arbeitgeber an, dass er sich vom Besitz entfernte und die Arbeit verließ. Der Arbeitgeber merkte, dass stimmte, was sie sagten, aber er entdeckte, dass ein Engel seine Arbeit verrichtete während Isidro fehlte. Aber er stellte auch fest, dass Isidros Arbeit völlig fertig und gut ausgeführt war und dass die Anklagen falsch waren und in Neid und Eifersucht ihren Ursprung hatten.
 
Der heilige Isidro zeichnete sich außer der Landarbeit auch durch seine Haltung den hilfebedürftigsten und seine Hingabe ihnen gegenüber aus. Seinen knappen Gehalt als Taglöhner teilte er in drei Teile auf: einen für die Kirche, einen für die Armen und den dritten für seine Familie (für sich, seine Frau und seinen Sohn). Bei gewisser Gelegenheit ließ er mit einem Stab aus einem Stein eine Wasserquelle hervorsprudeln.

Er wirkte mehr als 400 Wunder im Leben und im Tod, z.B. aus einem Felsen ließ er Wasser hervorspringen um zu trinken zu geben. Es handelte sich darum, Wasser aus einem Felsen zu erhalten, um einem Durstigen zu trinken zu geben. Aber das bekannteste Wunder war folgendes: Sein Sohn war aus Versehen in den Brunnen seines Hauses gefallen; da fing das Wasser unerklärlicherweise an, hochzusteigen, bis es an den Rand kam und den Sohn gesund und sicher zurückgab. Dieses und andere Wunder bewirkten, dass man ihn, als er im Alter von 90 Jahren starb, schon als einen Heiligen betrachtete.
 
Nachdem er gestorben war, erflehten viele seine Fürsprache und erhielten Gunstbezeugungen von ihm. Der König von Spanien Philipp III. wurde sehr krank, todkrank, und als man die unverwesten Reste des heiligen Isidro aus dem Friedhof , wo er begraben worden war, hervorholte, sank das Fieber und als der Leichnam zum König kam, wurde dieser völlig geheilt, weswegen dieser letztere dafür plädierte, dass man ihn heilig sprechen sollte.

Man sagt auch, dass er Alfons von Kastilien erschien, ihm einen ungewöhnlichen Zugang im Gebirge zeigte, der es ihm erlaubte, die Mauren zu überraschen, eine Schlacht anzusagen und bei den Navas von Tolosa 1212 zu siegen. Dank dieses und vieler anderer Wunder wurde er 1622 zusammen mit der heiligen Teresa von Avila und dem heiligen Franz Xaver neben anderen heilig gesprochen.
 
Der heilige Isidro ist, neben der Muttergottes von der Almudena, Schutzpatron von Madrid. Gegenwärtig ist er in der Madrider Stiftskirche von San Isidro begraben, die viele Jahre lang die Kathedrale von Madrid blieb. Sein Fest wird am 15. Mai gefeiert.