Hl. Petrus in der Kunst: Ausstellung zum Jahr des Glaubens

Fisichella: die Menschen suchen mehr als flüchtiges Vergnügen

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 836 klicks

Am 6. Februar wird Kardinalsstaatssekretär Tarcisio Bertone zum Jahr des Glaubens die Kunstausstellung „Auf dem Weg des hl. Petrus” einweihen, die am 7. Februar in der Engelsburg ihre Pforten öffnet und zu der Reihe der kulturellen Ereignisse gehört, die speziell im Jahr des Glaubens ausgerichtet werden.

Erzbischof Rino Fisichella, der Präsident des päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, betonte in seiner Ansprache bei der heutigen Pressevorstellung der Ausstellung im Pressesaal des Heiligen Stuhls, es sei leicht zu erklären, was eine Ausstellung wie diese, die nicht nur für Gläubige gedacht sei, bewirken könne. Der Wunsch nach Gott sei in die Herzen eines jeden Menschen eingeschrieben. In der heutigen Zeit der Indifferenz scheint es so, als sei der Glaube auf eine kleine Minderheit älterer Menschen beschränkt und hätte keine Ausstrahlung mehr auf die jüngeren Generationen.

Auf der anderen Seite könne man einen exzessiven Enthusiasmus angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts bei den neuen Lebens-Formen beobachten, als wäre dies die Lösung für die heutigen Probleme. „In diesem Fall ist es nicht selten zu hören, dass es gut sei, den Ort des Glaubens auf die Privatsphäre zu begrenzen und ihn aus den sozialen und kulturellen Bereichen herauszuhalten“, so Fisichella.

Aber besonders die Künste, die Literatur, klassische Musik, Architektur, Malerei und vieles anderen ziehe Millionen von Menschen an, die auf diese Weise bezeugten, dass sie nicht an Illusionen der neuen Sirenen glauben wollen, die sie zum „Müßiggang verführen wollen, zu flüchtigen Beschäftigungen und dem planlosen Herumwandern zwischen hunderten von Geschäften, in denen die Glückseligkeit im Schlussverkauf angeboten zu sein scheint.“ Dies seien die Menschen, die von den kulturellen Veranstaltungen im Jahr des Glaubens profitierten.

Sie hätten den Wunsch nach Tieferem und Wahrerem, den Wunsch, wirklich Bewundernswertes kennenzulernen. Um diesen Wunsch zu erfüllen und um dem Verlangen nach Gott Ausdruck zu geben, das so oft in den Menschen schlummere, sei diese Ausstellung ausgerichtet worden: „Sie soll ein Weg durch die Jahrhunderte werden, um das Wissen rund um eine Person, den hl. Petrus, zu erweitern, die seit jeher den Geist der Künstler dazu inspiriert hat, das Geheimnis zu verstehen, das sie in sich trägt, und ihm eine Stimme zu geben.“

Die Ausstellung finde nach diesen Überlegungen auch nicht in einer spezifisch religiösen, sondern in einer offenen Umgebung statt. Der Minister für die Kulturgüter der Republik Italien, Prof. Ornaghi, habe diese Initiative sofort unterstützt.

„Wir hoffen, dass die Besucher nicht nur zahlreich sein werden, sondern vor allem aufmerksam dabei, die Botschaft dieses Werkes aufzunehmen, um den Weg mitzugehen, der von der Engelsburg bis zum Petersdom, dem Apostelgrab des hl. Petrus reicht. So können sie dem tiefgehenden und permanenten Zeugnis einen Dank zollen, das sich durch die Jahrhunderte erstreckt und so viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, gebracht hat“, schloss der Präsident.