Hochschule Sophia lehrt ab sofort für eine Kultur der Einheit

Gründungsinitiative kam von Chiara Lubich

| 654 klicks

FLORENZ, 14. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Am „Hochschul-Institut Sophia – Für eine Kultur der Einheit“ beginnen heute 40 Studenten aus 16 Ländern erstmals ihren Unterricht.

Die universitäre Hochschule „Sophia“ wurde mit Dekret vom 7. Dezember 2007 von der Päpstlichen Kongregation für das Katholische Bildungswesen als Universität bestätigt und nimmt ab sofort mit Beginn des Wintersemester den Lehrbetrieb auf. Die Universität in Trägerschaft der Fokolar-Bewegung mit Standort in der Fokolar-Siedlung Loppiano vor den Toren von Florenz wird am 1. Dezember offiziell eröffnet.

Für Piero Coda, bisher Theologieprofessor an der römischen Lateran-Universität und nun Rektor der „Sophia“, geht es darum, „in Jesus die geistige Wurzel aller Weisheit wiederzuentdecken“.

Vizerektorin ist die amerikanische Mathematikerin und Theologin Judy Povilus von der St. Paul University in Chicago, Illinois. Zum Professorenkollegium gehören der Politikwissenschaftler Antonio M. Baggio von der P.U. Gregoriana in Rom, der Mailänder Wirtschaftswissenschaftler Luigino Bruni und der französische Bibelwissenschaftler Gerard Rossé.

„Beziehung“ ist das Schlüsselwort für die neue Universität, die sich selbst als „Laboratorium für menschliche und kulturelle Entwicklung“ versteht und auf ganz neue Weise Studium und menschliche Erfahrung miteinander verbinden will. Dabei soll die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden die Grundlage dafür sein, dass die unterschiedlichen Wissensbereiche ebenfalls miteinander in Beziehung treten.

Dementsprechend ist das Studium interdisziplinär ausgerichtet. Es besteht vorerst aus zwei Zweigen: Philosophie-Theologie und Wirtschaft-Politikwissenschaft. Zielpunkt ist eine „Kultur der Einheit“ und das Projekt einer „Wirtschaft in Gemeinschaft“.

Voraussetzung für ein Studium ist das Bakkalaureat in einem beliebigen Fach. Darüber hinaus müssen die Studenten bereit sein, sich auf den besonderen Stil des Instituts „Sophia“ einzulassen. Dazu gehört ein „Pakt der gegenseitigen Annahme auf geistlicher und intellektueller Ebene“, die Orientierung an einem regelmäßig wechselnden „Wort des Lebens“ aus der Schrift und der Austausch darüber sowie die Bereitschaft, die eigene Entwicklung regelmäßig im Miteinander aufzuarbeiten.