Hoffnung für Ägypten

Mehrere Hilfsprojekte haben Vorrang bei „Kirche in Not“

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Von John Pontifex

LONDON, Mittwoch, 13. Juli 2011 (ZENIT.org). - Notleidende Christen in Ägypten sind die Hauptnutznießer der letzten Runde der Beihilfezahlungen eines der führenden katholischen Hilfswerke, das diejenigen unterstützt, die wegen ihres Glaubens unterdrückt werden.

Die britische Niederlassung von „Kirche in Not“ gab innerhalb eines Programmpakets für katholische Gemeinden von Indien bis Uganda die Unterstützung von fünf Projekten in Ägypten bekannt. In Ägypten unterstützt „Kirche in Not“ Schwestern in der Diözese Assiut, in der kirchliche Gemeinschaften eine christliche Erziehung ermöglichen und helfen, medizinische Ambulanzen in einigen der ärmsten Teile von Oberägypten, südlich von Kairo bereitzustellen.

Ebenfalls in Oberägypten finanziert „Kirche in Not“ Großbritannien die Ausbildung von 15 Seminaristen aus der Diözese Minya, in der es weiterhin die meisten Berufungen zum katholischen Priestertum gibt. Die Ausbildung findet im Priesterseminar des heiligen Leo des Großen im Kairoer Vorort Maadi statt.

„Kirche in Not“ Großbritannien, mit Büros in Sutton, Surrey und Motherwell in Schottland, bezahlt auch die Reparaturen einer Kirche in der ägyptischen Hauptstadt.

Mit anderen Zahlungen wird der Bau eines Gesundheitszentrums und eines Mehrzweck-Gemeindehauses in der Diözese Sohag, Oberägypten, finanziert.

Die Zahlungen für die Projekte wurden möglich, da das britische Nationalbüro von „Kirche in Not“ einen Aufruf für die Christen in Ägypten gestartet hatte.

Bald nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak besuchten Mitarbeiter des Hilfswerkes für  Projektunterstützung und zur Ermittlung der Situation die Diözesen des ganzen Landes.

Die Reise fand kurz vor den Angriffen auf drei Kirchen im Kairoer Stadtteil Imbaba am 7. Mai 2011 statt. Dabei wurden 15 Menschen getötet und 230 verletzt.

Der britische Direktor von „Kirche in Not“, Neville Kyrke-Smith, betonte nach seinem letzten Besuch in der Region die Bedeutung der fortdauernden Hilfe für die Kirche im Nahen Osten.

Besonders wies er auf die Furcht und Angst der Christen in Syrien, Irak, Libanon und dem Heiligen Land hin.

Neville Kyrke-Smith legte die Hilfe für Ägypten dar und erklärte: „Die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen haben ethnische und religiöse Auseinandersetzungen vorangetrieben.“

„Aus der ständigen Bitte hörte ich die Worte des Heiligen Vaters heraus: „Bitte helfen sie den Christen, in ihrer alten Heimat zu verbleiben, denn sie sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft, die den Dialog und die Hoffnung für die Zukunft begünstigen.“

Mit weiteren Beihilfezahlungen von „Kirche in Not“ Großbritannien wurde die Anschaffung von 25 Fahrrädern für Katecheten in Jinja Cathedral, Uganda, finanziert sowie Ehevorbereitungskurse und HIV-Präventionskurse in der Diözese Mansa, Sambia.

In Indien wurde die Beratungsausbildung der Schwestern von der Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes unterstützt, und im Senegal erhielt ein Karmelitenpater ein Stipendium für die Weiterbildung und die Ausbildung.

[Übersetzung aus dem Englischen von Iria Staat]