Hoffnung für Darfur? Sudanesischer Staatspräsident trifft am Freitag Papst Benedikt

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ROM, 12. September 2007 (ZENIT.org).- Die für Freitag angesetzte Begegnung des sudanesischen Staatspräsidenten Umar Hasan Ahmad al-Baschir mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan könnte nachhaltig zur Verbesserung der humanitären Katastrophe in der südsudanesischen Region Darfur beitragen, berichtete Caritas Internationalis.



„Die Caritas und ihre Partner sind Zeugen des entsetzlichen Leids, das der Bevölkerung von Darfur widerfährt“, erklärte Lesley Anne Knight, Generalsekretärin des internationalen Caritas-Dachverbands. „Wir wissen, dass dieses Leid nur durch einen nachhaltigen Friedensprozess und einen Gewaltstopp beendet werden kann, zu dem sich alle Seiten verpflichten.

Die Begegnung zwischen dem Papst und dem Präsidenten des Sudans kann für die sudanesische Bevölkerung und insbesondere für die Menschen in Darfur einen Fortschritt bedeuten“, betonte Knight, die erste Frau, die diesen Posten bekleidet.

Am Montag soll es erneut zu Luftangriffen der sudanesischen Regierungstruppen auf die von Rebellen kontrollierte Kleinstadt Haskanita gekommen sein, was den Bruch eines entsprechenden UNO-Verbots und der geltenden Waaffenstillstandsvereinbarungen bedeuten würde.

Caritas Internationalis hat seinen Sitz in Rom und ist der Dachverband von mehr als 150 nationalen Caritas-Teilorganisationen, die sich in nahezu 200 Ländern und Regionen dieser Erde in der Katastrophenhilfe, der Entwicklungshilfe und in sozialen Projekten engagieren.

Die erste Caritas-Organisation wurde 1897 im deutschen Freiburg gegründet. In der Folge entstanden weitere nationale Caritas-Organisationen in der Schweiz (1901), in Österreich (1903) und in den USA (Catholic Charities, 1910).

Die Caritas ist das größte humanitäre Netzwerk der Welt.