Hoffnungsträger 2010: Delegation der europäischen Bischöfe reist ins Heilige Land

Brücken der Solidarität und der Hoffnung zwischen Europa und dem Heiligen Land schlagen

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ROM, 8. Januar 2010 (ZENIT.org).- Sie wollen Brücken der Solidarität und der Hoffnung zwischen Europa und dem Heiligen Land schlagen. Die jährliche Reise einer Delegation an Bischöfen, Vertretern der Bischofskonferenzen Europas und der europäischen kirchlichen Institutionen ins Heilige Land wird vom 10. bis zum 14. Januar rund 26 Teilnehmer  ins Heilige Land bringen.

„Mit diesem Besuch möchten die europäischen Bischöfe nicht nur ihrem Wunsch nachkommen, die Schwierigkeiten der christlichen Bevölkerung vor Ort zu verstehen und nachzuempfinden, sondern auch ein greifbares Zeichen geben der Nähe unserer Kirchen zu den Christen im Heiligen Land und der Freundschaft zum israelischen und palästinensischen Volk“, so P. Duarte da Cunha. Er wird in diesem Jahr als Generalsekretär des CCEE (Rat der europäischen Bischofskonferenzen an der Reise teilnehmen.

Die Delegation hat vor, die lokalen Kirchen und die christliche Bevölkerung vor Ort zu besuchen. Die jährliche Besucherreise wird von der Koordinationsgruppe katholischer Bischofskonferenzen zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land (HLC 2010) und von der Konferenz katholischer Bischöfe im Heiligen Land organisiert.


„In den nächsten Tagen werden wir uns demütig die Freuden und Hoffnungen, sowie die Bedürfnisse und die Schwierigkeiten nicht nur der unterschiedlichen christlichen Gemeinden, sondern auch der israelischen und palästinensischen Bevölkerung anhören“, erklärt P. Duarte da Cunha. „Die Kirche in Europa braucht solche Begegnungen um Brücken der Solidarität und der Hoffnung mit den christlichen Gemeinden in den palästinensischen Gebieten und in Israel zu schlagen, gleichzeitig aber auch um die Maßnahmen zur Unterstützung unserer christlichen Brüder genauer zu definieren”.

Die Delegation wird zunächst die christlichen Gemeinden im Gazastreifen und die Pfarreien im Westjordanland besuchen. In den folgenden Tagen sind unterschiedliche Treffen mit der Lokalbevölkerung, mit jungen Pfarrern und Seminaristen, sowie ein Besuch an der Universität in Bethlehem und im Seminar von Beit Safa geplant.

Besonders ersehnt ist die Begegnung mit Präsident Shimon Peres und mit Präsident Mahmud Abbas am Mittwoch, den 13. Januar. Die Besucherreise wird am Donnerstag, den 14. Januar in Jerusalem mit der Heiligen Messe am Heiligen Grab zu Ende gehen. Anschließend ist eine Pressekonferenz geplant.

Die Koordinationsgruppe zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land wurde in den 90er Jahren begründet. Damals arbeitete die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten besonders eng mit der Kirche im Heiligen Land zusammen, um die Zukunft Jerusalems zu bestimmen. 1997 ersuchte die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten die Beteiligung der Bischofskonferenzen Europas, um gemeinsam die Kirche im Heiligen Land zu unterstützen. Somit entstand die heutige Koordinationsgruppe die seit 1998 jährlich eine Solidaritätsreise ins Heilige Land organisiert. Derzeit wird die Koordinationsgruppe von Dr. David Ryall der Bischofskonferenz von England und Wales geleitet.