Hohes Ansehen des Pontifikats von Benedikt XVI. unter US-amerikanischen Katholiken

Geschätzt werden sein positiver Einfluss auf die Kirche, die Welt und das persönliche Leben der Menschen

Rom, (ZENIT.org) | 1212 klicks

Einer demoskopischen Umfrage der katholischen Laienorganisation „Knights of Columbus“ (Columbus-Ritter) und dem Umfrageinstitut „Marist Institute for Public Opinion“ zufolge attestieren US-amerikanische Katholiken Benedikt XVI. eine Woche nach dessen Rücktritt vom Papstamt hohe Qualitäten.

Demnach haben mehr als drei Viertel (77 Prozent) und über acht von zehn praktizierenden Katholiken (82 Prozent) ein sehr positives oder positives Bild vom Pontifikat Benedikts XVI.

Amerikanische Katholiken betrachten den Einfluss von Papst em. Benedikt auf ihr Leben, den Weg der Kirche und die moralische Ausrichtung der Welt als äußerst günstig.

Beinahe sieben von zehn Katholiken (68 Prozent) und mehr als drei Viertel der praktizierenden Katholiken (77 Prozent) gaben an, Papst em. Benedikt habe einen „sehr guten“ oder „guten“ Einfluss auf ihr Leben ausgeübt. Lediglich 13 Prozent der Katholiken und 12 Prozent der praktizierenden Katholiken beurteilten diesen Einfluss als negativ.

Darüber hinaus habe Benedikt XVI. nach Meinung von 70 Prozent der Katholiken und 75 Prozent der praktizierenden Katholiken die katholische Kirche in „sehr positiver“ oder „positiver“ Weise geprägt. Nur in etwa zwei von 10 Fällen wurde diese Prägung als negativ oder sehr negativen eingeschätzt (21 Prozent bzw. 19 Prozent).

Rund zwei Drittel der Katholiken (65 Prozent) und etwa sieben von zehn praktizierenden Katholiken (69 Prozent) sprachen von einer „sehr positiven“ oder „positiven“ Wirkung auf die moralische Ausrichtung der Welt. Weniger als ein Viertel (23 bzw. 22 Prozent) war anderer Meinung und betrachtete den Einfluss als negativ oder sehr negativ.

Papst em. Benedikts Aktivität auf Twitter fand unter den Katholiken ebenfalls großen Anklang. Zwei Drittel der Katholiken und praktizierenden Katholiken (67 Prozent bzw. 66 Prozent) gaben an, von der Vorstellung des Papstes als Nutzer des Kommunikationsmittels Twitter begeistert zu sein. Nur jeweils ein Viertel vertrat die gegenteilige Ansicht (25 Prozent der Katholiken und praktizierenden Katholiken).

Insgesamt nehmen knapp sieben von zehn Katholiken (69 Prozent) und drei Viertel der praktizierenden Katholiken (75 Prozent) eine sehr wohlwollende oder wohlwollende Haltung Papst em. Benedikt XVI. gegenüber ein. Lediglich in 16 Prozent der Katholiken (und 14 Prozent der praktizierenden Katholiken) hinterließ der emeritierte Papst einen nachteiligen Eindruck.  

Laut Carl Anderson, dem Obersten Ritter der „Knights of Columbus”, seien die Ergebnisse ein klarer Hinweis für den tiefen Respekt der amerikanischen Katholiken Papst em. Benedikt XVI. gegenüber sowie für eine große Wertschätzung seines Pontifikates. Die Tatsache, dass so viele Menschen einen positiven Einfluss auf ihr Leben, ihre Kirche und die Welt erkann hätten, spreche Bände über seine Fähigkeit, als Papst Gutes zu vollbringen, so Carl Anderson.

Wenige Tage vor dem Bekanntwerden der Ergebnisse hatten die in Rom zur Wahl des neuen Papstes versammelten Kardinäle dem emeritierten Papst ein Dankesschreiben übersandt, um ihm für seinen Petrusdienst und für sein „Beispiel großzügiger pastoraler Sorge um das Wohl der Kirche und der Welt“ zu danken.

Die nationale Umfrage, an der 2.000 erwachsene Amerikaner, darunter 515 Katholiken, teilnahmen, wurde im Zeitraum vom 2. bis 5. März 2013 durchgeführt. Die statistische Fehlerspanne für Katholiken liegt bei +/- 4,3 Prozentpunkten.